Grafschafter Schulgeschichte

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Landwirtschaftliche Berufs-, Berufsfach- und Fachschulen

Vorbemerkung
Die Landwirtschaftlichen Berufs-, Berufsfach- und Fachschulen in der Grafschaft Bentheim sind aus zwei unterschiedlichen Schulformen entstanden,
- aus den Landwirtschaftsschulen, die 1903 gegründet wurden und überwiegend in der Trägerschaft der Landwirtschaftskammern standen, und
- aus den Landwirtschaftlichen Berufsschulen, die sich 1938 aus den Ländlichen Fortbildungsschulen entwickelt haben und unter der Aufsicht des Staates standen.
Hieraus entstanden 1976 die Landwirtschaftlichen Berufs-, Berufsfach- und Fachschulen. Mit der Einführung des BGJ ab 1978 fand eine Umorganisation des Berufsschulwesens in Nordhorn statt. Der Fachbereich Agrarwirtschaft wurde zunächst mit allen Schulformen bei den Gewerblichen Berufsbildenden Schulen (GBS) geführt, um dann 1988 den Hauswirtschaftlichen Berufsbildenden Schulen (HBS) zugeordnet zu werden.

In diesem Abschnitt wird auf die Entwicklung der Landwirtschaftlichen Berufsschulen in der Grafschaft Bentheim eingegangen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden an verschiedenen Orten in der Grafschaft Bentheim Ländliche Fortbildungsschulen, die von schulentlassenen Bauernsöhnen besucht wurden. Der Unterricht wurde von den Volksschullehrern hauptsächlich in Deutsch und Rechnen erteilt. Er fand im Winter vier Monate lang zweimal wöchentlich abends von 6 - 8 Uhr statt. Es werden noch keine Inhalte aus den landwirtschaftlichen Berufsfeldern angesprochen.
1889 wird die Ländliche Fortbildungsschule erstmals erwähnt. Sie wird offiziell 1903 als "Landwirtschaftliche Winterschule" in der Trägerschaft des Landkreises Grafschaft Bentheim eingerichtet (Chronik, Seite 117)
.
Dieser Fortbildungsunterricht ist in einigen Schulchroniken der Volksschulen erwähnt, so z.B. der Volksschule Achterberg 1901 - 1906  und der Volksschule Emlichheim 1900 und 1916/17 .

1900 - In der Schulchronik der Ev. Volksschule Emlichheim zum Jahr 1900 heißt es: "Eine Fortbildungsschule ist auch in diesem Winter zustande gekommen. Sie wird besucht von 11 Knaben, die aus Emlichheim und Ringe kommen." (zitiert aus: Heinrich Eberhardt, Emlichheim im Spiegel der Schulchroniken, 1992, Seite 43).

In dem "Kreisblatt für den Kreis Grafschaft Bentheim vom 3. August 1909 erfolgt folgende Notiz:

"Unter der Leitung des Winterschuldirektors Grashoff sind auch in diesem Jahr Beispielskulturen auf Moor- und Heideboden an mehreren Stellen eingerichtet, die zeigen sollen, wie mit Hilfe einer sachgemäßen Entwässerung des Bodens und durch geeignete Bodenbearbeitung, durch richtige Verwendung von künstlichen Düngemitteln oder Impfung Ödland schnell und rationell der Kultur zugeführt wird. Derartige Versuchsfelder befinden sich in Adorf, in Georgsdorf, im Wietmarscher Twist, in Neu-Ringe und im Scheerhorner Moor" (Quelle: Der Grafschafter 8/2009, Seite 32)

1901-1906 - Nach der Eintragung in der Schulchronik von Achterberg-Westenberg wird "hieselbst die Fortbildungsschule eröffnet". 7 Schüler aus Achterberg und Westenberg sowie ein Schüler aus Bardel nehmen 1901/02 am kostenlosen Unterricht in Deutsch und Rechnen im Winter 4 Monate lang zweimal wöchentlich abends von 6 -8 Uhr teil. Den Unterricht erteilt Lehrer Koster. Im folgenden Jahr wird eine Mark Eintrittsgeld für die ganze Zeit erhoben. Der Lehrer erhält 82 Mark, von denen der Staat 47 Mark, der Kreis 25 Mark und die Schüler 10 Mark beisteuern. Auch in den Winterhalbjahren 1904/05 und 1905/06 nehmen jeweils 10 Schüler am Fortbildungsunterricht teil (Voort, Seite207).

1916-1917 - An anderer Stelle heißt es in der Schulchronik der Ev. Volksschule Emlichheim: "Im Winter 1916/17 wurde die Fortbildungsschule mit 20 Kindern eingerichtet. Da der Unterricht kriegszeitgemäß umgestaltet war, gab sich zunächst ein reges Interesse kund. Um auch den Lesestoff  dem Kriege anzupassen, wurde eine genügende Anzahl von Kriegslesebüchern angeschafft. Leider hatte der Unterricht mit großen äußeren Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Kohlennot war in jenem Winter besonders groß. Dazu traten überaus heftige Kälte und Schneetreiben. Es hielt besonders die Schüler zurück, die von Groß-Ringe die hiesige Fortbildungsschule besuchten. Sie mussten über eine Stunde gehen, standen aber wenig in der Regelmäßigkeit des Schulbesuchs vor anderen zurück. Statt der früher gewohnten Beleuchtung (Petroleum) musste das Karbid aushelfen; unruhiges Brennen, ungenügendes Licht und sogar Erlöschen der Lampe waren die üblen Folgen. Der Unterricht konnte aber doch in der vollen Stundenzahl aufrechterhalten werden. Das sittliche Verhalten der Schüler, von denen einige bald darauf zum Heeresdienst eingezogen wurden, ließ, von einigen Ausnahmen abgesehen, nichts zu wünschen übrig". (Eberhardt, a.a.O, Seite 48).

1924 - Nach der Schulchronik von Achterberg-Westenberg wird dort am 1.12.1924 eine Fortbildungsschule eingerichtet, an der 15 Schüler im Alter von 14 bis 21 Jahre teilnehmen. Die 4 Wochenstunden umfassen Deutsch, Rechnen, Naturkunde und Volkswirtschaftskunde.

1938 - Durch das Reichsschulpflichtgesetz vom 6. Juli 1938 werden die Ländlichen Fortbildungsschulen in Landwirtschaftliche Berufsschulen umgewandelt. Die in der Landwirtschaft und in der ländlichen Hauswirtschaft tätigen Jugendlichen sind zum Schulbesuch verpflichtet. Der Aufbau der Landwirtschaftlichen Berufsschulen erfolgt in der Grafschaft Bentheim aber erst nach dem Kriege. Unterrichtsinhalte sind neben den allgemeinen Fächern landwirtschaftliche Fachbereiche wie Tierhaltung, Ackerbewirtschaftung und Landtechnik. Da zunächst keine eigenen Unterrichtsräume vorhanden sind, erfolgt der Unterricht in den Volksschulen. Die Fachkräfte sind Wanderlehrer, die an jedem Nachmittag an einem anderen Ort unterrichten. Für die Fahrten steht zunächst nur das Fahrrad zur Verfügung. Die Kilometervergütung beträgt 4 Pfennig. Nach einer Bekanntmachung des Landkreises werden für die ländlichen Berufsschulen Berufsschulbezirke gebildet. So gehören zum Schulbezirk Gildehaus  die Orte Gildehaus, Sieringhoek, Waldseite, Bardel, Achterberg, Westenberg, Holt und Haar sowie Hagelshoek. Leiter der Berufsschule ist Lehrer Bohlmann aus Achterberg.

1947 - Der erste Landwirtschaftliche Berufsschullehrer ist Jan Jeurink, der den Unterricht 1947 im Bereich Uelsen aufnimmt. Stützpunkte sind Uelsen, Egge, Wielen und Hoogstede Die bis dahin tätigen Volksschullehrer werden abgelöst. In Uelsen nimmt 1947 auch Gertrud Buntrock ihre Tätigkeit als erste Lehrerin für  Ländliche Hauswirtschaft auf. Sie unterrichtet zunächst im ehemaligen Arbeitsdienstlager an der Neuenhauser Straße. Die Räume entsprechen jedoch in keiner Weise den unterrichtlichen Anforderungen.

1948 - Am 1. Juni 1948 wird die Landwirtschaftliche Berufsschule Emlichheim gegründet. Wilhelm Moeken beginnt hier seine Tätigkeit. Der Unterricht findet nachmittags in den Räumen der Ev. Volksschule statt. Die Schule wird nur von Jungen besucht. Die Schulpflicht beträgt zwei Jahre. Der Abschluss eines Lehrvertrages (Landarbeitslehre)  ist möglich. Die Lehre wird mit einer praktischen und einer theoretischen Prüfung abgeschlossen. Eingeschult werden auch Schüler, die keine Lehr- bzw. Arbeitsstelle in anderen Berufen gefunden haben. Innerhalb der jetzigen Samtgemeinde Emlichheim sind auch Großringe und Echteler Schulstandorte, außerdem Neuringe.

1950 - Nach Fertigstellung der neuen Gebäude der Katholischen Volksschule in Emlichheim zieht die Berufsschule in das alte Schulgebäude. Ab jetzt wird an drei Vormittagen unterrichtet (siehe auch: Heinrich Eberhardt, Emlichheim im Spiegel der Schulchroniken, 1992, Seite 166). An die Stelle der zweijährigen tritt jetzt die dreijährige Schulpflicht. Die Schulstandorte Großringe und Echteler werden aufgelöst. In der Obergrafschaft wird ab 1950 Dietrich Wilmink eingesetzt. Er unterrichtet in Achterberg, Quendorf, Engden, Brandlecht und Suddendorf, zeitweise auch in Schüttorf.

1952 - In Nordhorn, Wietmarschen und Georgsdorf/ Veldhausen sind ab 1952 Werner Weinhold, ab 1956 zusätzlich Wilhelm Horstmeyer tätig. Der Unterricht findet in Nordhorn nachmittags in der Frensdorfer Schule, der Burgschule, der Marienschule und der Neuen Bookholter Schule (heute: Schule am Roggenkamp), außerdem in Wietmarschen und in Veldhausen statt. Für den Hauswirtschaftsunterricht wird ab März 1952 die Küche im Keller der Neuen Bookholter Schule zur Verfügung gestellt. Die Hauswirtschaftslehrerin erteilt auch den Hauswirtschaftsunterricht für die Mädchen in den oberen Klassen der Schule. Voraussetzung für die Einstellung in der Landwirtschaftlichen Berufsschule ist die Staatsprüfung für das Lehramt an Landwirtschaftlichen Berufsschulen bzw. für das Lehramt der Landwirtschaftlichen Haushaltskunde, bei Technischen Lehrerinnen ebenfalls eine Staatsprüfung als Technische Lehrerin.

1954 - Mit dem ländlich-hauswirtschaftlichen Unterricht kann 1954 in den Kellerräumen der neu erbauten Volksschule in Veldhausen begonnen werden, wo eine Küche eingerichtet wurde. Auch ein Unterrichtsraum steht zur Verfügung. Als später ein Unterricht aus baupolizeilichen Gründen nicht mehr erfolgen darf, erfolgt als Notlösung eine Verlegung nach Neuenhaus und für den praktischen Unterricht von dort aus eine Busfahrt nach Uelsen zur Landwirtschaftlichen Berufsschule, wo ab 1958 die erforderlichen Räume vorhanden sind. Ebenfalls 1954 beginnt der Unterricht in ländlicher Hauswirtschaft in Bentheim. Hierfür hat der Landkreis als Schulträger Unterrichtsräume in einem Seitenflügel des Kreisaltenheims eingerichtet, wo es jedoch wegen der angrenzenden Wirtschaftsräume recht laut ist.

1955 - In Uelsen wird das erste Berufsschulgebäude an der Höcklenkamper Straße mit einem Klassenraum fertig gestellt. Das Geld wird von den politischen Gemeinden im Kirchspiel Uelsen bereitgestellt. Es wird Vormittagsunterricht erteilt, der zentral in Uelsen in der neuen Schule erfolgt.

Bild: Archiv Heinz Ragnitz

1958 erfolgt dann ein Anbau für den Hauswirtschaftsunterricht der Mädchen, so dass die bisherigen Räume an der Neuenhauser Straße aufgegeben werden können. Es ist auch ein Schulgarten für praktische Übungen vorhanden.

1956 - Am 1. Mai 1956 werden die Landwirtschaftlichen Berufsschulen im Landkreis Grafschaft Bentheim zu einer Schule vereinigt. Der Schulleiter wird Wilhelm Horstmeyer. Er erhält sein Büro bis zur Fertigstellung des Schulgebäudes in der Bachstraße, die 1960 erfolgt,  in der Kreisverwaltung, die auch den Schriftverkehr übernimmt. Nachdem die Schulaufsicht bisher beim Schulrat lag, wird sie jetzt direkt von der Bezirksregierung in Osnabrück übernommen. Die Lehrkräfte - bisher im Angestelltenverhältnis - werden Beamte des Landes Niedersachsen. Schulträger bleibt der Landkreis Grafschaft Bentheim. Schulstandorte sind Emlichheim, Uelsen, Nordhorn und Bentheim, bis 1960  auch Veldhausen. An allen Schulorten können Lehrlingsklassen für den Beruf des Landwirts eingerichtet werden. Dagegen  bleibt die Zahl der Lehrlinge in der ländlichen Hauswirtschaft gering, so dass nur eine Lehrlingsklasse in Nordhorn eingerichtet werden kann. Großen Zulauf erhalten die einjährigen Berufsfachschulklassen der Ländlichen Hauswirtschaft in Nordhorn und Emlichheim. Der Besuch dieser Klassen wird als erstes Lehrjahr anerkannt oder befreit die Schülerinnen von der weiteren Berufsschulpflicht, sofern sich keine Lehre anschließt.

1958-1959 - Nach Baubeginn 1957 wird am 6. Juni 1958 das Berufsschulgebäude in Emlichheim am Volzeler Mühlenweg eingeweiht. Im Gebäude befinden sich zwei Klassenräume, eine Lehrküche, ein Hausarbeitsraum, ein Essraum und ein Werkraum. In Emlichheim können jetzt auch Mädchen beschult werden.

Bild: Archiv Heinz Ragnitz

Es werden nicht nur Klassen für berufsschulpflichtige Mädchen eingerichtet, sondern auch für Mädchen, die freiwillig kommen, um sich weiterzubilden. Ostern 1959 wird eine ländliche Hauswirtschaftsschule angegliedert. Die Schülerinnen werden ein Jahr lang täglich unterrichtet und schließen die Schule mit einer Prüfung ab. Den Unterricht für Mädchen erteilen Frau Schraplau und Frau Lungershausen. Die Klassen der freiwillig gekommenen Mädchen werden von Frau Moeken betreut. Der Unterricht für Jungen wird von Wilhelm Moeken erteilt. Für die Jungen und Mädchen werden Sonderlehrgänge der Deula Freren durchgeführt, z.B. für Jungen Schlepperpflege und Schweißlehrgänge, für Mädchen u.a. "Unfallverhütung im Haushalt". Im Auftrage der Landwirtschaftskammer Weser-Ems werden für Jungen und Mädchen außerdem Melklehrgänge durchgeführt. Ferner erstrecken sich über einen längeren Zeitraum Arbeitsvorhaben wie z.B. "Die Aufzucht eines Kalbes" oder "Wie richte ich mir meinen Werkraum ein?"

1962 - Die Landwirtschaftliche Berufsschule des Landkreises Grafschaft Bentheim erhält vom Kultusministerium das Prädikat "als beruflich ausgebaut anerkannt". Voraussetzungen hierfür sind:
- Die Schule ist Ausbildungsschule.
- Zusätzlich werden junge Mädchen an pflegerische Berufe durch den Besuch der "Pflegevorschule" herangeführt.

1963-1964 - Das Schulgebäude in Nordhorn, das 1960 an der Bachstraße errichtet wurde, wird um zwei Klassenräume erweitert. Von dem benachbarten Gemeindezentrum der altreformierten Gemeinde werden zwei Räume zu Unterrichtszwecken angemietet.

1972 - Am Schulort Nordhorn wird die einjährige Berufsfachschulklasse Landbau eingerichtet. Sie verleiht die gleichen Berechtigungen wie die einjährigen Berufsfachschulklassen Ländliche Hauswirtschaft, die seit 1956 eingerichtet sind: Absolvierung der Berufsschulpflicht oder Anrechnung als erstes Lehrjahr.

1974 - Ab 1974 stehen der Landwirtschaftlichen Berufsschule in der Obergrafschaft  Räume der Landwirtschaftsschule an der Schüttorfer Straße in Bentheim zur Verfügung. Dadurch verbessert sich die äußere Lage für einen ordentlichen Unterricht in diesem Bereich. Auch die Ländliche Haushaltungsschule zieht vom Kreisaltenheim in dieses Gebäude um.

1976 - Die von der Landwirtschaftskammer Weser-Ems getragenen Landwirtschaftsschulen  werden zum 1.8.1976 den landwirtschaftlichen Berufsschulen angegliedert. Die Klasse der bis dahin selbstständigen Landwirtschaftsschule Neuenhaus wird den Landwirtschaftlichen Berufsschulen des Landkreises angeschlossen. Der Unterrichtsort wird  von Neuenhaus nach Nordhorn verlegt. Mit der Angliederung der Landwirtschaftsschulen ändert sich der Name der Schule in "Landwirtschaftliche Berufs-, Berufsfach- und Fachschulen des Landkreises Grafschaft Bentheim". Die Schule hat etwa 1.200 Schüler im Teilzeitbereich (Berufsschule) und Vollzeitbereich (Berufsfach- und Fachschulen). Es sind 15 hauptamtliche Lehrer tätig. Der Religionsunterricht wird von 5 Pastoren nebenberuflich erteilt. Während der Unterrichtszeit werden auch Lehrgänge zur Vervollständigung der Ausbildung angeboten, die besonders von Lehrkräften der DEULA Freren durchgeführt werden, so z.B. Landmaschinenlehrgänge und Schweißlehrgänge, für die Mädchen "Selbst ist die Frau" (Umgang mit Werkzeug und Material, Durchführung kleiner Reparaturen im Haushalt). Von der Landwirtschaftskammer Weser-Ems werden Melklehrgänge angeboten.

1978 - Mit der Einführung des einjährigen Berufsgrundbildungsjahres (BGJ) als Einstieg in die Berufsausbildung für Landwirte, Gärtner und Floristen werden die Landwirtschaftlichen Berufs-, Berufsfach- und Fachschulen mit Wirkung vom 1.8.1978 aufgelöst. Die Abteilung Landbau wird von den Gewerblichen Berufsbildenden Schulen , die Abteilung Hauswirtschaft von den  Hauswirtschaftlichen Berufsbildenden Schulen übernommen. Die Räume in Nordhorn werden für die Anforderungen des BGJ umgebaut. Die Außenstellen der Landwirtschaftlichen Berufsschulen werden aufgehoben und die Gebäude anderen Zwecken zugeführt: in Emlichheim der Altenpflegeschule, in Uelsen der Musikschule, in Bad Bentheim der Musikschule, seit 2002 der Grundstufe der Eylardusschule Gildehaus. Die Landwirtschaftsschule Neuenhaus ist heute eine  Außenstelle des Gymnasiums Neuenhaus. Der Schulleiter Wilhelm Horstmeyer wird als schulfachlicher Dezernent an die Bezirksregierung Weser-Ems, Außenstelle Osnabrück, versetzt. Er starb am 24. 6. 2008 in Nordhorn. Über ihn berichtet ein Beitrag unter "Biographien Grafschafter Lehrerinnen und Lehrer"

Quellen:

  • Heinrich Voort, 700 Jahre Gildehaus, 1992; hier: 6.4 Fortbildungsschule, Seite 206,

  • Wilhelm Hagerott, 200 Jahre  Bentheimer Volksschulgeschichte. In: Bad Bentheim - Aspekte einer Stadtgeschichte, Das Bentheimer Land, Band 138, 1996, Seite 347,

  • Albert Rötterink, Chronik der Gemeinde Emlichheim, 1970, Seite 94,

  • Heinrich Eberhardt, Emlichheim im Spiegel der Schulchroniken, 1992, Fundstellen im Text angegeben,

  • Auskünfte von Herrn Wilhelm Moeken, Emlichheim, im März 2003.

  • Wilhelm Horstmeyer, Von der Ländlichen Fortbildungsschule zur Landwirtschaftlichen Berufs-, Berufsfach- und Fachschule , 2003

  • 100 Jahre Einjährige Fachschule Agrarwirtschaft im Landkreis Grafschaft Bentheim, 2004
    Wilhelm Löffers, 100 Jahre Landwirtschaftsschule
    Geert Vischer, Die Landwirtschaftsschule Bentheim