Grafschafter Schulgeschichte

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Realschule Bad Bentheim 
-1554 Lateinschule;1891 Rektorschule; 1920 Mittelschule; 1965 Realschule

Die geschichtliche Entwicklung der Realschule Bad Bentheim beginnt mit der kirchlichen Lateinschule im 16. Jahrhundert, wird mit der städtischen Rektorschule ab 1891 fortgesetzt und mündet in die voll ausgebaute Mittelschule ab 1920, die dann 1965 in Realschule umbenannt wird.

Bild: H. Ragnitz

1. Die Lateinschule

1554 - Nach Angaben von B Noordbeek gründet Graf Everwien 1554 in Bentheim eine Schule. Der erste Schuldiener in Bentheim ist Johann von Corback, sein Nachfolger Johannes Norbechius Schuttorpiensis (Johann Nordbeck, um 1554 in Schüttorf geboren und am 1.8.1620 in Bentheim beerdigt). (B. Noordbeek, Aus der Genealogie der Nordbecks, Jahrbuch des Heimatvereins 1970, Seite 140; auch: Gretchen Schulz, Bad Bentheims alte Schulen, GN-Beilage Der Grafschafter 6/1996).

Zur Tätigkeit der Nordbecks schreibt Wilhelm Berge in den Heimatblättern 1934: "Die Nordbecks amtieren als Lehrer in Bentheim nachweislich fast ohne Unterbrechung von 1578 bis 1818, also 240 Jahre hindurch, ein Zeichen höchsten Vertrauens seitens der Schulgemeinde sowie ein solches der Liebe und Beständigkeit zum Lehramt. Da es damals Lehrerausbildungsanstalten noch nicht gab, so wurde die Praxis des Lehrers handwerksmäßig erlernt und ging in der Regel vom Vater auf den Sohn über. Nach vollbrachter Lehrzeit lehrte der Lehramtsbewerber dann bei einem tüchtigen Lehrer als Adjunkt oder Helfer, bis er endlich durch Wahl an einer Schule zur Selbständigkeit gelangte" (zitiert nach: Hagerott, Lehrerverein, Seite 18).

Nach Hans-Jürgen Schmidt ("Die Lateinschule in Bentheim") entstand die Lateinschule vermutlich um 1580: Er schließt dies daraus, dass Johannes Nordbeck, der 1620 starb, nach der Eintragung im Buch der Begrabenen 42 Jahre als Vicarius, Kirchen- und Schuldiener in Bentheim lebte.

1605 - Gemäß Beschluss der Synode in Schüttorf 1604 wird in Bentheim der Kirchenrat der reformierten Kirche eingerichtet, dem auch das Schulwesen der Gemeinde, die deutsche Schule und die Lateinschule unterstehen. Nach dem Protokollbuch des Kirchenrates von 1605 bis 1668 sollen die Ältesten fleißig Aufsicht auf die Schulen und Schüler haben. Für die Durchführung des Lateinunterrichtes werden genaue Hinweise gegeben (vgl. hierzu: Hagerott, Seite 246). Die Unterhaltung der Schulen ist Aufgabe der Kirchengemeinde.

1620 - Johann Nortbeck, der als Vicarius, Kirchen- und Schuldiener tätig war, stirbt und wird am 1. August 1620 begraben. Sein  Nachfolger als lateinischer Schulmeister in Bentheim wird Andreas Müntz. Ab Februar 1624 erhält er die Aufsicht über die ganze Schule (rector scholae).

1626 - Andreas Müntz scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Dienst aus. Vorerst übernimmt der deutsche Lehrer Casparus Langenfeldt die ganze Schule. Da er es allein nicht schafft, wird ihm 1628 ein deutscher Lehrer zur Seite gestellt.

1648 - Casparus Langenfeldt stirbt, nachdem er ein Jahr bettlägerig gewesen ist. Als neuen Lehrer nimmt die Gemeinde Martinus Pauli aus Zerbst/ Anhalt.

1668-1817 - Nach dem 2. Protokollbuch des Kirchenrates (1668 - 1784) ist Gerhart Winifort bis zu seinem Tode 1682  lateinischer Schulmeister. Da ihm Nachlässigkeit, Unvermögen und mangelnder Fleiß vorgeworfen werden, schicken etliche Eltern ihre Kinder in sogenannte Winkelschulen. Ihm wird deshalb ein Pastor als neuer Rektor vor die Nase gesetzt.

Weitere Lateinlehrer in Bentheim sind danach Wessel ten Brojel (bis 1704), Conradt Prümers (1704 bis ins hohe Alter, 1748), Gerhard Lindemann (1748 - 1779), Ernst Smed (1781-1782), Friedrich Sylvester Meyeringh (1782 - 1787), Johann Petrus Nonhebel (1787 - 1798), Philip Arnold Schultz 1798 - 1817).

Nach dem Tode des Lehrers Schultz am 3. Dezember 1817 wird vorerst aus Finanzmangel kein neuer Lehrer eingestellt. Die Aufgabe übernimmt der als 2. Prediger berufene Carl Neubourg, der bis dahin Rektor und Prediger in Bielefeld war.

1708 - Über die Schulmeister heißt es in der Bentheimer Kirchenordnung aus dem Jahre 1708: "Die Lehrer sollen die Schulkinder in Allem väterlich führen und leiten, sie nicht allein im Lesen, Schreiben, Rechnen gut unterrichten, sondern auch in den Grundlehren der wahren Religion. Mit dem Letztgenannten sollen sie sonnabends und mittwochs vormittags allein beschäftigt sein." (nach Schmidt). Die Aufsicht über die Schulen haben die Pastoren der reformierten Gemeinde, über die materielle Ausstattung entscheidet der Kirchenrat.

1739 - Im Jahre 1739 kauft der Kirchenrat ein Haus, das südlich der ev.- ref. Kirche liegt. In diesem Haus werden die Lateinschule mit zwei Klassenräumen, ein Konfirmandenraum und die Rektorwohnung eingerichtet. Wo der Unterricht vorher stattfand, ist nicht bekannt. Ebenso ist die Lage der Rektorwohnung unbekannt. Es kann sein, dass der Unterricht mit den wenigen Kindern in der Rektorwohnung stattfand.

1826 - Die vakante Rektorstelle wird mit Hermann Anton Corvey wieder besetzt. Die reformierte Kirche bringt Rektorwohnung und Schulhaus in einen ordentlichen baulichen Zustand.

1827 - 1830 - Zwischen der Volksschule (Deutsche Schule oder Gemeinschule) und der Lateinschule gibt es grundlegende Unterschiede in den Unterrichtsinhalten und Bildungszielen. Dies wird auch in den Schülerzahlen deutlich. Während die Gemeinschule mindestens 200 Kinder zählt (1828: 205 Kinder), besuchen die Lateinschule 1827:  15 Schüler, 1829: 12 Schüler, 1830 sind sie auf 7 Schüler geschrumpft, um dann wieder auf 12 Schüler in drei Gruppen zu steigen.
Den Besuch der Lateinschule können sich nur Kinder finanziell gut gestellter Eltern leisten. Während das Schulgeld an der Deutschen Schule zu Beginn des 19. Jahrhunderts jährlich einen Gulden beträgt, kostet das Schulgeld an der Lateinschule 10 Reichstaler, 13 Stüver, 11 Deute, also das Zehnfache.

Auf Anordnung der Landdrostei zu Osnabrück berichtet der Oberkirchenrat in Nordhorn, dass es in der Grafschaft nur Lateinschulen in Bentheim und Schüttorf gebe.  Die Unterrichtsgegenstände sind nach dem Bericht:
- Religionslehre und Geschichte der christlichen Kirche,
- Allgemeine Geschichte,
- Altertumskunde und Mythologie,
- Geographie,
- Anfangsgründe der Physik,
-Deutsche Sprache, lateinische Sprache, französische Sprache, griechische Sprache.

In  Mathematik und Hebräisch wird kein Unterricht erteilt. Im Griechischen gibt es nur Privatunterricht. Naturhistorische Sammlungen und physikalische Geräte sind nicht vorhanden. In der Stadt fehlt es nicht an Gelegenheiten, in Musik und Zeichnen und auch in der französischen Sprache Privatunterricht zu erhalten. Der Rektor unterrichtet 12 Schüler in drei Abteilungen. Er hat studiert und war Kandidat der Theologie. Die Besoldung ist sehr gering und wird aus einem Fond bezahlt, über den der Kirchenrat die Aufsicht führt. Sein Diensteinkommen beträgt jährlich 164 Reichstaler und 8 Groschen, dazu freie Wohnung und ein Garten. Die Kosten für die Schulgebäude werden von der reformierten Kirchenkasse bestritten.

1847 - Da die Rektorstelle in Bentheim nicht gut dotiert ist, verlässt Rektor Corwey 1847 Bentheim, um am Gymnasium in Amsterdam als Lehrer für deutsche Sprache tätig zu werden. Sein Nachfolger wird Eduard Jantze, der vorher Hilfslehrer am Gymnasium in Lingen war und am 9.11.1847 sein Amt in Lingen antritt. Rektor Jantze ist verpflichtet, wöchentlich 24 Stunden zu unterrichten, vormittags Deutsch, Rechnen, Französisch, Geschichte, Naturgeschichte und Geographie, nachmittags Latein und Griechisch. Mittwochs und sonnabends ist nur morgens von 9 - 11 Uhr Unterricht.
Das Schulgeld beträgt jährlich
- bei Teilnahme am gesamten Unterricht 24 Gulden, - nur vormittags  18 Gulden, - nur vormittags ohne Französisch  12 Gulden.
Privatunterricht, der besonders zu bezahlen ist, kann erteilt werden in Englisch, Mathematik und Zeichnen.
Religionsunterricht wird zusammen mit den Schülern der reformierten Volksschule mittwochs und freitags von 11 bis 12 Uhr erteilt.

1865 - Die Lateinschule entwickelt sich sehr gut. Die Schülerzahlen steigen. 1865 besuchen über 40 Schüler die Schule, obwohl nur Platz für 36 vorhanden ist.

1872 - Rektor Jantze feiert sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Die Schule besuchen zu dieser Zeit 18 Jungen und 7 Mädchen.

1891 - Rektor Jantze wird nach 43 Jahren Schuldienst in Bentheim im Alter von 70 Jahren pensioniert. Er erhält von Kaiser Wilhelm II. in Anerkennung seiner langjährigen Dienste den Kronenorden 4. Klasse. Mit ihm geht ein Kapitel fast 300-jähriger Bentheimer Schulgeschichte zu Ende. Die Schule wird reorganisiert. Aus der alten kirchlichen Lateinschule wird eine zweiklassige städtische Rektorschule mit Mittelschullehrern. In den fast 300 Jahren der Lateinschule hielt die Gemeinde stets an ihrer Schule fest. Die Lehrer waren theologisch vorgebildet, für ihre Zeit besaßen sie das nötige Wissen. Vor allem wurden von ihnen nach Hagerott (Seite 256) drei Dinge verlangt:
-  Die Kinder sollten in den Gründen des Christentums getreulich unterwiesen werden.
-  Die Jugend sollte mit allem Fleiß in der lateinischen Sprache unterrichtet werden.
-  Der Lehrer "sollte derselben mit einem gottseligen Leben und Wandel vorangehen".
Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Lehrer waren oft bedrückend. Daher strebten viele vom Rektor- ins Priesteramt. Wegen der geringen Schülerzahl handelte es sich fast immer um Privatunterricht, so dass die Schüler entsprechend gefördert werden konnten. So studierten beispielsweise von 1698 bis 1819 am Akademischen Gymnasium in Lingen 106 Grafschafter.

2. Die Rektorschule

Aus dieser alten kirchlichen Lateinschule wird 1891 eine städtische Rektorschule. Bereits 1888 hatte die königliche Regierung in Osnabrück, die ab 1885 die Aufsicht über das Schulwesen hatte, eine zeitgemäße Reorganisation der Schule gefordert. Im Winter 1891 beschließt dann die Stadt, zwei seminaristisch ausgebildete Lehrer einzustellen. Der Schulleiter soll evangelisch sein und die Rektorprüfung abgelegt haben. Sein Gehalt beträgt jährlich 1.800 Mark. Die Unterhaltskosten trägt die Stadt. Die ev. ref. Kirche überträgt der Schulgemeinde der Rektorschule die Schulgebäude für 99 Jahre. Die Schulgebäude befinden sich südlich der ev. ref. Kirche in der alten Küsterei und wurden von ihr 1739 gekauft. In ihr befinden sich zwei Klassenräume.

Die städtische Rektorschule soll ihren Schülern eine über die Volksschule hinausgehende und in sich abgeschlossene Bildung vermitteln und die Jungen zugleich auf den Besuch des Gymnasiums ab Obertertia (Klasse 9) vorbereiten. In die Unterklasse werden Ostern Kinder aufgenommen, die neun Jahre alt sind und durch eine Prüfung nachgewiesen haben, dass der dreijährige Besuch der Volksschule erfolgreich war. Es werden folgende Fächer erteilt: Religion, Deutsch, Französisch, Geschichte, Geographie, Naturkunde (Naturgeschichte, Physik, Chemie), Rechnen, Geometrie, Zeichnen, Gesang, Turnen (Jungen), Handarbeit (Mädchen), fakultativ: Englisch und Latein.

Am 11. Mai 1891 treten Rektor Burghardt aus Horst in Holstein und ein weiterer Mittelschullehrer ihren Dienst an der Rektorschule an.

1891 - 1899 - Die Schule besuchen in der ersten Klasse (Oberklasse) 16 Jungen und 7 Mädchen, in der zweiten Klasse (Unterklasse) 14 Jungen und 4 Mädchen, zusammen 41 Kinder. In den folgenden Jahren steigt die Schülerzahl an und beträgt 1899 41 Schüler. Die Schulkommission beschließt, einen Klassenraum durch Wegreißen einer Wand zu vergrößern

1901 - Ostern 1901 wird eine dritte Klasse eingerichtet. Klassenraum wird der bisherige Versammlungsraum des evangelischen Jünglingsvereins. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Schüler früher anzumelden. Die Jungen können damit nach erfolgreichem Besuch der Rektorschule und dem Besuch einer weiteren höheren Lehranstalt die Berechtigung zum einjährigen Dienst beim Militär erwerben.

1908 - Nach 17 Jahren in Bentheim verstirbt Rektor Burghardt am 17. April 1908 mit fast 55 Jahren. Sein Nachfolger wird Harry Ahlers aus Ilmenau (Thüringen), der nach den Sommerferien in sein Amt eingeführt wird.

1909 - Nach dem Neubau einer vierklassigen evangelischen Volksschule in der Gartenstraße erhält die Rektorschule, die auf 60, nach Ostern auf  75 Schüler anwächst, die 1821 erbaute Vos-Schule der ev. Volksschule, während die 1862 erbaute Simon-Schule für Handarbeiten,  Gesang und einige weitere Stunden der Rektorschule vorgesehen wird. Von 1909 bis 1940 haben alle Schülerjahrgänge folgenden Schul- und Bildungsweg: Eingeschult werden die evangelischen Schüler in der Arends-Schule. Dort bleiben sie drei Jahre. Dann kommt man in die Schule in der heutigen Gartenstraße. Die Volksschüler bleiben dort bis zum Ende der Schulzeit. Die Mittelschüler ziehen nach Klasse 4 in die Vos-Schule bei der ev. Kirche für drei Schuljahre, in den nächsten zwei Jahren findet der Unterricht in der ehemaligen Lateinschule unterhalb der Kirche statt. Im letzten Mittelschuljahr werden die Schüler in der Simon-Schule unterrichtet (nach: Gretchen Schulz; Bentheims alte Schulen, GN-Beilage Der Grafschafter 7/1996).

1910-1913 - Rektor Ahlers zieht im Sommer 1910 nach Bremerhaven. Für drei Jahre wird ein Herr Niklas Schulleiter. 1913 wird der seit 1909 an der Schule tätige Lehrer Everding zum Rektor gewählt. Er muss sich verpflichten, innerhalb von drei Jahren sein Mittelschullehrer-Examen, sein Rektor-Examen und sein Examen in Latein abzulegen. Wegen des Anstiegs der Schülerzahl auf 75 beschließt die Schulkommission die Ausgestaltung der Rektorschule durch eine fünfte Stufe. Die Umsetzung lässt jedoch auf sich warten. Nach mündlicher Überlieferung durch Hermann Stüvel, Bad Bentheim, wird den Schülern nach bestandener Prüfung in Osnabrück die "Mittlere Reife" zuerkannt.

1916 - Im Februar 1916 wird Rektor Everding zum Kriegsdienst eingezogen. Als Ersatz kommt Lehrer Hambeck, der von der Militärbehörde beurlaubt wird. Durch Überstunden versucht das Lehrerkollegium, den  kriegsbedingten Unterrichtsausfall auszugleichen.

3. Die Mittelschule

1919-1920 - Am 2.4.1919 findet der erste Elternabend der Rektorschule statt. Rektor Everding hält nach der Darbietung von Gedichten und Chorliedern einen Vortrag über den Ausbau der Bentheimer Rektorschule zur Mittelschule unter besonderer Berücksichtigung des Einheitsschulgedanken. Unter den Begriff "Einheitsschulgedanken" versteht er das Ziel der Schule, befähigten Schülern den Weg zum Aufstieg zu eröffnen, ohne Rücksicht auf Stand, Beruf oder Konfession der Eltern.

Die Rektorschule wird bis zur Untersekunda sechsstufig ausgebaut. Als weiterer Klassenraum wird das Kirchenratszimmer bereitgestellt und ausgebaut. Auf Antrag der Stadt und nach einer dreitägigen Revision im November 1919 wird die Rektorschule vom Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung durch Erlass vom 26. Januar 1920 als voll ausgebaute Mittelschule anerkannt. Damit erwirbt die Schule als vollausgebaute höhere Schule in der Grafschaft Bentheim die Berechtigung, das Reifezeugnis zu vergeben. Die Schule soll dazu befähigen, gehobene Stellungen im praktischen Leben einzunehmen, und für den Besuch von Fachschulen vorbereiten. Wegen des Übergangs von der Mittelschule zum Gymnasium finden die Abschlussprüfungen in den 20er Jahren unter dem Vorsitz des Direktors des Gymnasiums Gronau statt.

Die Schule besuchen 173 Schüler, davon sind 128 evangelisch, 31 katholisch und 14 jüdisch, 129 kommen aus Bentheim, 44 von außerhalb. Der Unterricht erfolgt weiterhin in drei Schulgebäuden, in der Vos-Schule, der Simon-Schule und im Küstergebäude der reformierten Kirchengemeinde.

1923 - Seit Gründung der Rektorschule ergibt sich folgende Entwicklung der Schüler- und Lehrerzahlen:
1891: 45 Schüler/ 2 Lehrer;  1901: 59/ 3;  1914: 110/4;  1916: 131/4;  1921: 183/6;  1923: 200/7.
1923 sind 162 Schüler evangelisch, 27 katholisch und 11 jüdisch.

1930 - Eine alte Karte zeigt die sogenannte "Einjährigen-Karte" des Abschlussjahrgangs 1930, die seinerzeit in kleiner Auflage von den Absolventen gestaltet und nach bestandener Prüfung stolz an Verwandte und Bekannte gesandt wurde. (Quelle: Ulrich Körner in den Grafschafter Nachrichten vom 9.12.2002)

1933 - Nach Aufstockung des Schulgebäudes der Volksschule in der Gartenstraße kann die Realschule das Gebäude der Arends-Schule in der früheren Schulstraße mit benutzen. Dadurch tritt eine kleine Entlastung der Raumprobleme ein.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten tritt ein deutlicher Wandel in der Schule ein. Es häufen sich Übertragungen von Reichstagsreden und die Teilnahme an Kundgebungen und Gedenkfeiern. Für die Schüler sind der Mittwoch und der Sonnabend hausaufgabenfrei, da diese Nachmittage für die Hitlerjugend vorbehalten sind. Erziehungsziel der Schule ist , jedes Kind "zum kerngesunden Menschen" zu erziehen.

1939 - Nach ersten Vorbesprechungen zum Neubau der Mittelschule 1929 erfolgt dieser jedoch erst in den Jahren 1938 und 1939 in der Marktstraße. Die früheren Schulgebäude werden zu Wohnungen und zu einem Jugendheim der reformierten Kirche umgebaut. Ein Raum dient wieder als Konferenzraum des Kirchenrates. In dem neuen Gebäude an der Marktstraße ist im unteren Geschoss die Berufsschule untergebracht. Die Mittelschule erhält die zweite Etage, außerdem Räume in der dritten Etage, wobei die geplanten Aula und Lehrmittelräume nicht fertiggestellt sind.

1941 - 1945 - Die Kriegszeit ist gekennzeichnet durch häufige Fliegerangriffe, Heilkräuter- und Altmaterialsammlungen. Wegen Mangels an Heizmaterial ist der Unterricht im Winter 1942/43 im Gebäude nicht mehr möglich, so dass eine Auslagerung zur katholischen Volksschule erfolgen muss. Ab 17.10.1944 muss die Schule teilweise für die Unterbringung des Volkssturmes und dann von Fremdarbeitern, die zum Bau einer Verteidigungsstellung eingesetzt sind, geräumt werden. Ab Januar 1945 werden ein Lazarett für verwundete deutsche Soldaten, nach der Kapitulation ein russisches Lazarett eingerichtet. Nach Instandsetzung der stark mitgenommenen Klassenräume beginnt der Unterricht wieder am 2. November 1945 mit Konrektor Volkers und einer zweiten Lehrkraft für 198 Schüler. Jede Klasse erhält 12 Wochenstunden, die Lehrer erteilen je 36 Wochenstunden in Deutsch, Englisch und Mathematik. Rektor Everding leitete die Schule bis Kriegsende. Danach übernimmt Konrektor Heinrich Volkers die Schulleitung. Er wird am 1. Juni 1947 zum Rektor ernannt.

1946 - 1948 - Auslagerungen zur Volksschule erfolgen im strengen Winter 1946/47 wegen Kohlenmangels und ab April 1948, als die Mittelschule wegen einer Typhusepidemie bis zu den Sommerferien als Infektionskrankenhaus eingerichtet ist. 1948 besuchen 294 Schüler die Bentheimer Mittelschule, die von sechs Lehrkräften unterrichtet werden.

1952 - Rektor Heinrich Volkers, der seit 1919 zuerst als Lehrer, dann als Konrektor und seit 1947 als Rektor über 32 Jahre an der Schule tätig war, tritt am 28. März 1952 in den Ruhestand. Am 1. Schultag des Schuljahres 1952/53 wird sein Nachfolger, Rektor Gerhard Klünder, in sein Amt eingeführt. Vom 4. Februar 1952 bis 1. Oktober 1956 ist Johann Götker Konrektor der Schule, danach vom 1. Oktober 1956 bis 31. März 1964 Georg Ullmann.

1964 - Vom 15. September 1964 bis 31.7. 1978 ist Wilhelm Hagerott Konrektor der Realschule.

4. Die Realschule

1965 - Seit Beginn des Schuljahres 1965/66 führen die Mittelschulen in Niedersachsen die Bezeichnung "Realschulen". Der beim Übergang zu den weiterführenden Schulen bis dahin übliche Probeunterricht entfällt. An seine Stelle wird die Eingangsstufe eingeführt, die die Schuljahrgänge 5 und 6 umfasst. Zur Harmonisierung der Arbeit der Eingangs- und der Förderstufen finden mehrfach Gesamtkonferenzen und Fachkonferenzen in Deutsch, Mathematik und Englisch sowie gegenseitige Unterrichtsbesuche des Gymnasiums, der Realschule und der Volksschule Gildehaus statt.

1966-1967 - Mit Ende des Kurzschuljahre 1966 scheidet Rektor Gerhard Klünder aus dem Schuldienst aus. Sein Nachfolger wird Hans Klemp aus Papenburg, der am 1.4.1967 seinen Dienst in Bentheim antritt. Es beginnt die Zeit der großen sportlichen Erfolge, die im sechsmaligen Gewinn des Ehrenpreises des Kultusministers bei den Emslandwettkämpfen gipfeln.

1972 - 1978 - Die gestiegenen Geburtenzahlen der sechziger Jahre, die Bildungspolitik in der Bundesrepublik und die hohe Akzeptanz der Realschule in der Bevölkerung lassen die Schülerzahlen in den folgenden Jahren auch in Bentheim stark ansteigen: 1972/73: 415 Schüler; 1973/74: 456 Schüler;  1974/75: 484 Schüler; 1975/76: 534 Schüler; 1976/77: 582 Schüler; und 1978/79: 649 Schüler.
Die Anzahl der Klassen steigt in dieser Zeit von 14 Klassen 1972/73 auf 22 Klassen 1978/79, die Lehrerzahl von 21 auf 31. Die Zeit ist durch Raumnot gekennzeichnet, in der Zeit werden 6 Pavillonklassenräume aufgestellt, Fachräume müssen zweckentfremdet als Klassenräume genutzt werden. Das Unterrichtsfehl beträgt im Februar 1978 15,3 %.

Am 1. Oktober 1977 wird Hartmut Abel 2. Konrektor der Schule, nach der Pensionierung von Herr Hagerott ab 1. Oktober 1978  1. Konrektor.

1979 - Mit der Einführung der Orientierungsstufe verbunden ist der Umzug der gesamten Realschule von der Marktstraße in den Südschulbereich. Im Gegenzug zieht die Grund- und Hauptschule in die Marktstraße. Im Südschulbereich entsteht ein Neubau für die Orientierungsstufe, in dem auch die Realschule Fachräume für Naturwissenschaften und Musik erhält (GN, 31.8.1979). Nach vollständiger Einführung der Orientierungsstufe behält die Realschule ab Schuljahr 1980/81 nur noch die Schuljahrgänge 7 bis 10.

1981 - Am 7. September 1981 wird die Sporthalle am Schürkamp ihrer Bestimmung übergeben.

Am 1.8.1983 tritt Hans Klemp nach 16-jähriger Tätigkeit in Bentheim in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Helmut Mirwald, bisher Realschullehrer an der Gerhart-Hauptmann-Realschule in Nordhorn, der am 1.2.1984 in sein Amt eingeführt wird (GN, 2.2.1984). Die Realschule Bad Bentheim besuchen jetzt 385 Schüler in 15 Klassen, die von 23 Lehrkräften unterrichtet werden. Die folgenden Jahre sind gekennzeichnet durch weiter zurückgehende Schülerzahlen und viele Abordnungen und Teilabordnungen  von Lehrkräften an andere Schulen.

1986 - Vom 22. bis 27. September findet eine Projektwoche statt, bei der folgende Themen angeboten werden: Wasserburgen im Münsterland, Erwerb des Schüler- und Jugendsportabzeichens,  Neue Technologien in der Arbeitswelt, Drachenbau, Untersuchung und Kartierung eines Fließgewässers, Chemische Experimente mit einfachen Mitteln, Rationalisierung in der Landwirtschaft und Methoden der Tierhaltung, Jugendkriminalität und Jugendstrafvollzug, Leben in China, Auto "ausschlachten", Herstellung von Handpuppen, Französisches Lustspiel, Eisenbahn in Bentheim. Projektwochen werden zu einer regelmäßigen  Veranstaltung in den einzelnen Schuljahren und finden bei den Schülern viel Anklang.

Am 22.12.1986 verunglückt Rektor Mirwald bei einem Verkehrunfall schwer und ist sechs Monate dienstunfähig. Die Aufgaben des Schulleiters werden in dieser Zeit von Herrn Konrektor Hartmut Abel wahrgenommen.

In der Bestandsaufnahme Realschule wird festgestellt, dass die Realschule in den besuchten Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Physik, Biologie den Auftrag des Grundsatzerlasses erfüllt, die Schüler zu selbstständigen Arbeiten anzuleiten und zu einem produktiven Gebrauch der erworbenen Kenntnisse zu befähigen, logisches Denken zu initiieren und positives Arbeits- und Leistungsverhalten aufzubauen. (Weitere Aussagen siehe. Abel, Chronik ..., Seite 92).

1991 - Es wird ein neuer Computerraum mit acht Schüler- und einem Lehrerarbeitsplatz eingerichtet. In einer schulinternen Lehrerfortbildung wird über den Einsatz der neuen Technologien informiert.

1994 - Die Zahl der Schüler ist auf 200 in 9 Klassen geschrumpft. Die vielfältigen Aktivitäten der Naturschutz-AG finden ihre Würdigung durch  die Verleihung des "Sven-Simon-Preises" durch die Bildzeitung (zum zweiten Male 1997), des Umweltpreises durch Bundesumweltminister Töpfer und Bundesministerin Merkel sowie des Heinz-Sielmann-Preises im Jahre 2001.

1995 - Die Realschüler protestieren gegen Kürzungen im Schulwesen, gegen größere Klassen, eine überalterte Lehrerschaft und Einsparungen bei den Lehrerstunden durch einen Schülerstreik (GN, 23.3.1995).

1997 - Rektor Helmut Mirwald wird am 31.1.1997 in den Ruhestand verabschiedet. Er war  seit 1983 Leiter der Schule. Nach Aussagen des Schulrates Horst Mücke hat Herr Mirwald seine Aufgaben mit Besonnenheit, Kollegialität und Kompetenz gemeistert. Mit ihm verliere die Realschule einen engagierten und verantwortungsbewussten Leiter (GN, 3.2.1997). Er stirbt am 15. Juni 2004. Sein Nachfolger ist Jürgen Klukkert, der vorher Realschulkonrektor an der Haupt- und Realschule in Lohne war und am 20.3.1997 in sein Amt eingeführt wird.
Im Sommer 1997 wird die Schulsportanlage für die Realschule und die Orientierungsstufe im Bereich der "Großen Maate" fertiggestellt. Die Anlage "An der Müst" befand sich in einem Zustand, der einen wettkampfangemessenen und verletzungsfreien Unterricht nicht mehr gewährleistete. Acht Jahre lang konnte kein Leichtathletikunterricht erteilt werden. Es erfolgten Elternbeschwerden und Diskussionen um den richtigen Standort (GN, 27.10.1992 und 10.1.1997).

1998 - Seit 1998/99 nimmt die Schule an dem bundesweiten Modellversuch "Sinus" teil, in dem an 180 Schulen Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts erprobt werden. Schwerpunkt ist das Entwickeln und Erproben von Unterrichtseinheiten für ein fächerübergreifendes Lernen. In Bad Bentheim wird das Unterrichtsmodell "Kernenergie und Radioaktivität" in den Fächern Biologie, Chemie und Physik behandelt. Der Versuch läuft bis 2003. Im Anschluss daran bis 2005 ist die Realschule Referenzschule im Modellversuch "Sinus-Transfer" im Schulset Peine.

2000 - Erstmals werden zum Ende des Schuljahres 1999/2000 schriftliche Überprüfungen verbindlich eingeführt. Schriftliche Prüfungen erfolgen in  Deutsch, Englisch oder Französisch und für alle Schüler in Mathematik. Die Zensuren fließen mit doppelter Wirkung in die Gesamtnote ein. Für die mündliche Prüfung können die Schüler ein weiteres Fach wählen. Die Schule erhält einen Internetzugang. Die schuleigene Homepage stellt Interessierten die Realschule vor. Es können Einzelheiten  zum Schulgelände, über das Kollegium, zur Geschichte der Schule zu einzelnen Fachbereichen und zur Festwoche abgefragt werden. Die Adresse lautet: www.realschulebadbentheim.de

Die Schule nimmt am niedersächsischen Projekt "Qualitätsentwicklung in Netzwerken" teil. Am Netzwerk der Realschule sind Grundschulen, Gymnasien und Berufsbildende Schulen beteiligt. Ziel ist es, den beteiligten Schulen Orientierungshilfen für ihr pädagogisches Handeln und ihre qualitative Weiterentwicklung zu geben.

2002 - Im Mai 2002  feiert die Realschule Bad Bentheim das 111. Jahr ihres Bestehens seit Gründung der Rektorschule im Jahre 1891 mit einer Festwoche vom 21. - 26.5.2002 und der Festveranstaltung am 25.5.2002. Den Festvortrag hält  Konrektor Hartmut Abel, der ausführlich über die Geschichte der Schule berichtet und eine Festschrift "Chronik der Realschule Bad Bentheim verfasst hat. (GN, 12.6., 31.10. 2001, 25.4., 23.5., 27.5.2002, auch im Internet www.realschulbadbentheim.de unter "Aktuelles 111-Jahr-Feier". Die Realschule will zusammen mit der Hauptschule Gildehaus ein Ganztagszentrum aufbauen und stellt einen entsprechenden Antrag an das Kultusministerium (GN, 20.9. und 23.11. und 13.12.2002).

Um einen Einblick in die Wirtschaft zu bekommen, führt eine 10. Klasse der Schule als erste Realschulklasse in der Grafschaft Bentheim im September 2002 das Wirtschaftsplanspiel "Investor" durch. In diesem Pilotprojekt versetzen sich die Schüler in die Rolle von leitenden Mitarbeitern konkurrierender Unternehmen. Durch dieses Planspiel soll den Schülern betriebliches Handeln transparent gemacht werden. Sie müssen Rohstoffe einkaufen, über Personaleinstellungen entscheiden, Verkaufspreise festlegen, die Konkurrenz beobachten und auf Marktveränderungen reagieren. Dabei dürfen sie die selbst gesteckten Unternehmensziele nicht aus den Augen verlieren (GN, 30.9.2002). Eine Wiederholung des Planspiels erfolgt ab 2002 jedes Jahr im Herbst (GN, 2.10.2004, 29.11.2006).

Die Realschule kann durch Unterstützung von Dr. Jürgen Deilmann acht Computer, einen Laptop und einen Beamer anschaffen.  Dadurch sei es möglich, die Schüler mehr in den Lernprozess einzubeziehen, führt der Schulleiter u.a. aus (GN, 14.12.2002).

2003 - Der langjährige Konrektor der Realschule Bad Bentheim, Hartmut Abel, wird in der Ruhestand versetzt. Gut 20 Schüler der Naturschutz-Arbeitsgemeinschaft pflegen unter Leitung ihres Lehrers Walter Oppel den Biotop auf den Gerlach´schen  Flächen in Achterberg. Die Jungen und Mädchen treffen sich wöchentlich einmal zu Aktivitäten. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Lebensraum von bedrohten Tieren- und Pflanzenarten zu erhalten und diese in ihrem Bestand zu fördern (GN, 21.2.2003).

Die Naturschutz-AG erhält den Heinz-Sielmann-Schulpreis 2003, der mit 1.500 € dotiert ist. Besonders zeigte sich die Jury von den langjährigen Pflegemaßnahmen im Achterberger Naturschutzgebiet beeindruckt, wodurch Torfmoose, Sonnentau und andere seltene Pflanzen nicht von den aufkommenden Gehölzen erstickt werden. Weitere Aktivitäten galten den Amphibien am Bentheimer Berg und den Mauerseglern, denen am Schulgebäude Nisthilfen gebaut wurden (GN, 29.11.2003)

Nach Auflösung der Orientierungsstufe bleibt die Realschule an ihrem bisherigen Standort und erhält zusätzlich Teile  des benachbarten Gebäudes, in dem bislang die OS untergebracht war. Auch nutzt sie weiterhin die benachbarten Fachräume. Damit ist der Raumbedarf für die zusätzlichen 5. und 6. Klassen gedeckt. Für die erforderliche Vergrößerung des Lehrerzimmers soll ein bisheriger Klassenraum umgebaut werden (GN, 2.5. und 14.11.2003).

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie Osnabrück-Emsland (VME) stellt der Realschule Experimentiermaterialien im Gesamtwert von 1.000 € zur Verfügung, die im Wahlpflichtunterricht Technik der 9. und 10. Klassen genutzt werden. Nach Aussagen des Fachleiters Arbeit/Wirtschaft/Technik, Ludwig Brouwer, werde durch die Materialien handlungsorientiertes Lernen in Kleingruppen möglich, das die Schüler direkt einbeziehe: "Das ist Technik zum Anfassen, wenn der Nachwuchs technische Zusammenhänge im eigenen Experiment erleben kann" (GN, 30.12.2003).

5. Nach Auflösung der OS bis zur Gegenwart

2004 - Nach einjähriger Vakanz hat die Realschule einen neuen Konrektor: Jürgen Henny, der von Schulrat Horst Mücke in sein Amt eingeführt wird.  Nach dem Studium von 1969 bis 1972 an der Pädagogischen Hochschule Osnabrück trat Henny seinen Dienst als Lehrer an der Ev. Blankeschule in Nordhorn an, wo er 13 Jahre verblieb. Zwischenzeitlich legte er 1984 die Realschullehrerprüfung in den Fächern Deutsch und Erdkunde ab. Von 1985 bis 1993 unterrichtete er an der Freiherr-vom-Stein-OS in Nordhorn, stundenweise auch an der benachbarten Realschule, um dann als Konrektor an die OS Uelsen zu wechseln, die jetzt aufgelöst wurde. Die Realschule hat damit einen Konrektor, der Unterrichtserfahrungen an der OS, der HS und der RS hat (GN, 2.10.2004)

Die Veränderungen an der Realschule nach Auflösung der OS beschreibt der Schulleiter in einer Schulausschusssitzung:  Die Zahl der Schüler ist von 220 auf 340 gestiegen. Darunter sind 14 Niederländer. Das Lehrerkollegium wuchs um 8 auf 28 Kollegen. Renovierungsbedarf bestehe bei den Räumen der früheren OS. Im RS-Altbau seien wegen Brandschutzauflagen einzelne Räume nicht mehr im bisherigen Umfang nutzbar. Schlecht versorgt sei die Schule mit Sekretärinnenstunden (GN, 3.12.2004).

2005 - Die Realschule ist mit dabei, wenn 130 Schulen in Niedersachsen mit der Bertelsmannstiftung und dem Projekt "Eigenverantwortliche Schule und Qualitätsverbesserung in Bildungsregionen" die Vorreiterrolle übernehmen. Das Land Niedersachsen und kommunale Schulträger wollen gemeinsam die Instrumente erproben, mit denen die Qualität von Schulen und des Schulsystems verbessert werden können (GN, 23.4.2005).

An der Realschule werden 15 Schüler zu Streitschlichtern ausgebildet. Hauptziel der Streitschlichtung ist es, eine neue Konfliktkultur an der Schule zu etablieren, in der Streitigkeiten durch ein gemeinsames Gespräch der beteiligten Parteien gelöst werden und nicht durch Gewalt oder Mobbing. Die Schüler sollen erleben, dass sie Konflikte so lösen können, dass keiner als Verlierer aus dem Schlichtergespräch hervorgeht, sondern beide Parteien mit der Lösung einverstanden sind (GN, 4.5.2000).

Die Realschule erhält bezüglich der Genehmigung als Ganztagsschule erwartungsgemäß - wie auch 2004-  eine Absage. Die Gesamtkonferenz hatte darauf bestanden, dass für die Einrichtung zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung gestellt werden. Das Kollegium sieht sich nicht dazu in der Lage, die zusätzlichen Angebote mit dem vorhandenem Personalbestand zu leisten (GN, 15.6.2005).

2006 - Ein besonderes Jubiläum feiert der ehemalige Konrektor der Realschule Bad Bentheim, Hartmut Abel: Er schafft zum 50. Mal das Sportabzeichen, und zwar in ununterbrochener Folge. "Dies ist einmalig in Niedersachsen", betont der Sportabzeichenobmann des Kreissportbundes, Helmut Krol (GN, 29.12.2006).

2007 - Im Rahmen eines besonderen Projektes bringen die Teilnehmer der Naturschutz-AG unter Leitung des Lehrers Walter Oppel im Schlosspark von Bad Bentheim 13 Nisthilfen an, die sie selbst angefertigt haben. Auch die weitere Betreuung der Nistkästen wird gewährleistet (GN, 9.2.2007).

70 Schüler der 9. und 10. Klassen sind beim "Festival of Technology" der Industriemesse in Hannover dabei, wo sie eine anregende und unterhaltsame Plattform zum Thema Technik geboten bekommen. Sie können sich zu ihrer beruflichen Zukunft informieren und die packende Welt der Technik hautnah erleben (GN, 2.5.2007).

Die Realschule beantragt erneut die Genehmigung als Ganztagsschule. Die Genehmigung ist erst zum 1.8.2008 zu erwarten, zusätzliche Lehrerstunden wahrscheinlich erst zwei Jahre später. Damit die Schule schon jetzt Nachmittagsangebote machen kann, wird sie zunächst aus der Stadtkasse finanziell unterstützt, die für 2007  4.000 € und für 2008  10.000 € zur Verfügung stellt (GN, 20.1. und 16.6.2007).

"Die Schule benennt für sich als besonderes Profil:

  • Eigenverantwortliche Schule in der Bildungsregion Emsland/ Grafschaft Bentheim

  • Entwicklungsschwerpunkte in den Bereichen Mathematik/Naturwissenschaften, Sprach- und Leseförderung,  Methoden und Medien, Schulleben, Schulkultur, Schüleraustausch mit dem Collège de Mouthe / Frankreich

  • Studien- und berufsbezogene Ausbildungsschwerpunkte

  • Überschaubarkeit

  • Kooperation mit der Firma Holger Diederichs, Karosserieteile (Bad Bentheim): Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald unter dem Aspekt "Geschichte verstehen und daraus lernen"

  • Kooperation mit den Firmen KCA-Deutag, Bentec, Allianz Karkossa (Bad Bentheim),
    und Stemmann (Schüttorf) bzgl. Berufsauswahl und Berufsqualifikation

  • Preise der Heinz-Sielmann-Stiftung im Naturschutz

  • Sinus-Projekt "Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts"

  • Mitarbeit im Qualitätsnetzwerk Niedersachsen; Schwerpunkt Leseförderung"

"Die pädagogische Grundhaltung aller an der Realschule Bad Bentheim Beteiligten orientiert sich an folgendem Leitbild:              

Gemeinsam stärker werden

Unser Ziel ist es, unseren Schülern über eine fundierte Grundausbildung hinaus durch  zusätzliche Angebote Fertigkeiten und Kompetenzen zu vermitteln, die sie später in besonderem Maße befähigen, den Aufgaben in den Betrieben und an den weiterführenden Schulen gerecht zu werden. Hierbei legen wir unter anderem ein besonderes Gewicht auf den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich.

Damit die Schülerinnen und Schüler in der Schule erfolgreich arbeiten und später am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben aktiv teilnehmen können, fördern wir schwerpunktmäßig die Sprach- und Lesekompetenz.

Durch fächerübergreifenden Unterricht wollen wir Schüler befähigen, Zusammenhänge besser zu erkennen. Dazu wollen wir die Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit und methodische Kompetenz entwickeln und ausbauen.

Durch intensive Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten, die geprägt ist durch Höflichkeit, Fairness und respektvollen Umgang miteinander, wollen wir ein vielfältiges Schulleben und Lernen in entspannter Atmosphäre ermöglichen."
Quelle: Homepage der Schule

Die Schule wird im Schuljahr 2007/08 von 324 Schülern in 13 Klassen besucht, die von 24 Lehrkräften  unterrichtet werden.

Eine 9. (dann 10.) Klasse der Realschule mit 27 Schülern nimmt am Projekt "Zukunft braucht Herkunft" teil und bereitet eine Ausstellung zum Thema "Migration im Landkreis Grafschaft Bentheim" vor. An diesem von vielen Institutionen geförderten Projekt des Heimatvereins nehmen insgesamt vier Schulen  im Landkreis mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten teil. Verbunden mit einem geschichtlichen  Thema werden dabei neue Wege beschritten, um den Schülern den Umgang mit Medien wie Computer, Internet, Digital- und Filmkamera und Zeitung zu vermitteln. "Migration" haben die Schüler gewählt,  nachdem sie sich im Unterricht mit dem Nationalsozialismus auseinandergesetzt hatten. Außerschulische Lernorte sind u.a. das Haus der Geschichte in Bonn, das Dokumentations- und Informationszentrum in Papenburg und die Lagerstandorte und Friedhöfe in Füchtenfeld, Bathorn und Alexisdorf (Neugnadenfeld). In sechs Gruppen werden Filmbeiträge mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten produziert. Zeitzeugen werden in die Schule eingeladen. Die Betreuung erfolgt durch Fachlehrer und Konrektor Jürgen Henny und Schulleiter Jürgen Klukkert. Die beeindruckende Ausstellung wird im November im Bentheimer Rathaus präsentiert (GN, 12.7.und 29.11.2007).

Auf Grund der außerordentlich großzügigen Spenden mehrerer Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft und des finanziellen Engagements der Eltern, Schüler und Lehrer kann die Realschule ihr neues Medienkonzept realisieren. Über eine Server/Client-Lösung wird jeder Klassen- und Fachraum mit einem Terminal und einem Beamer ausgestattet; der Computerraum erhält eine komplett neue Ausstattung.

2008 - Im Vorfeld der Landtagswahl schreiben die Schüler der Klasse 9 a an alle Landtagskandidaten aus den Wahlkreisen 79 und 80: "Sehr geehrte Kandidaten! Unser Schulhof ist langweilig, die Klassenräume sind alt, wir haben nicht einmal ausreichend viele Computer: Wann bekommen wir endlich genug Geld für eine moderne Schule?"

Alle Kandidaten antworten. Weitere Fragen stellt Realschulkonrektor Jürgen Henny: "Sehr geehrte Kandidaten! Große Klassen, hohe Stundenzahl, immer ältere Lehrkräfte: Wie gedenken Sie die Belastungen der Lehrer- und Schülerschaft herunterzusetzen?" (GN, 16.1.2008)

Bürgermeister Dr. Volker Pannen und Schulleiter Jürgen Klukkert stehen den Schülern der Klasse 9 a Rede und Antwort. Fazit: "Die Schüler klagen auf einem relativ hohen Niveau" (GN, 18.1.2008). Der Kommentar der GN bezeichnet die Aktion der Schüler als "Lehrstunde in Politik" (GN, 19.1.2008).

Dr. Jürgen Deilmann, der bereits in den vergangenen Jahren die Realschule mehrfach großzügig unterstützte, stattet die Schule in diesem Jahr wieder mit einem komplett neuen Computerraum aus, der 17.000 € kostet. Alle Computer sind mit dem Intranet der Schule und über einen zentralen Zugang mit dem Internet verbunden (GN, 23.5.2008).

Im Rahmen des Wirtschaftsplanspiels "Investor" präsentieren 21 Schüler der Klasse 10 a der Realschule  in einem "Messeauftritt" Gästen aus Schule und Wirtschaft und ihren Eltern Produktneuheiten aus der fiktiven Produktion von Hifi- Anlagen. (GW, 28.5.2008).

Am sozialen Tag von "Schüler helfen Leben" beteiligen sich rund 90 Schüler. Die Einnahmen stiften sie dem Projekt "Hilfe und Zukunft für Jugendliche in Not". Damit wird den in Albanien lebenden Jugendlichen die Chance auf einen Ausbildungsplatz geboten (GN, 10.7.2008).

Die Realschule erhält von der Grafschafter Volksbank zur Ausgestaltung ihres Medienkonzeptes eine Spende über 2.500 €. Alle Unterrichtsräume sind  inzwischen mit dem sogenannten Server-Client-System ausgestattet, so dass den Lehrern und Schülern im Unterricht alle informationstechnischen Wege offen stehen. Zum Medienkonzept gehört außerdem die Ausstattung mit DVD-Spielern, die besonders im Sprachunterricht eine vielfältige Nutzung ermöglichen (GN, 9.10.2008).

Das von Schülern entworfene Schullogo wird auf den neuen Schulshirts gedruckt werden:

2009 - Völlig unbeeindruckt von der globalen Wirtschaftskrise zeigen sich in der Obergrafschaft die "Führungskräfte" von Haushaltsgeräteherstellern wie der "Super Nova AG" oder der "Mr.Coffee AG". Im Rahmen des Unternehmens-Planspiel "Investor" beweisen Realschüler aus Schüttorf und Bad Bentheim einen guten Blick für wirtschaftliche Zusammenhänge. Wie im Vorjahr schlüpfen diesmal 24 Schüler der Realschule Bad Bentheim ab Februar in die Rolle eines Vorstandes einer Aktiengesellschaft. Die Grafschafter Volksbank und die Firma Stemman sponsern diese Investorwoche. Das Projekt wird zudem von den Firmen Bentec und KCA Deutag, der Spedition "EnTeGe" und der Fachklinik Bad Bentheim unterstützt (GN, 23.3.2009).

Zum 17. Male und knapp 60 Jahre nach ihrer Entlassung aus der Mittelschule Bentheim treffen sich ehemalige Schüler. Man erinnert sich noch gern einmal an die Schulzeit, die durch den Rektor und den Klassenlehrer Heinrich Volkers "diszipliniert,aber jederzeit fair" verlief (GN, 4.6.2009). 50 Jahre nach ihrer Entlassung von der Mittelschule Bentheim treffen sich rund 30 Schüler des Entlassungsjahrgangs 1959. Sie besuchen auch die ehemalige Mittelschule, in der sie viele Jahre unter Rektor Gerhard Klünder und Klassenlehrer Siegfried Schulz verbracht haben (GN, 27.6.2009).

Dank der Unterstützung des Unternehmers Holger Diederichs können auch in diesem Jahr die drei Abschlussklassen das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald sowie das Goethe- und Schillerhaus in Weimar besuchen.Die Schüler haben so die Möglichkeit, Geschichte und Literatur nicht nur aus Lehrbüchern, sondern an authentischem Ort hautnah zu erfahren und zu erleben (GN, 4.7.2009).

Die Realschule, die Grund- und Hauptschulen Bad Bentheim und Gildehaus werden zusammen mit 43.200 Euro bei der Verbesserung der Medienausstattung aus dem Konjunkturpaket II gefördert. "Gefördert wird  mit diesen Mitteln die Infrastruktur für mobiles Lernen, bestehend aus der erforderlichen Hard- und Software (z.B. Schulserver, Whiteboards, mobile Rechner, USB-Sticks), dem Strom- und Datennetz und dem notwendigen Mobilar", erklärt der Landtagsabgeordnete Hilbers in diesem Zusammenhang. (GW,22.7.2009).

Insgesamt 31 Schüler des Burg-Gymnasiums (26) und der Realschule (5) bekommen ein Zertifikat verliehen und dürfen sich nun als "Buslotsen" bezeichnen. In einem Seminar lernten sie alles über Verhaltensregeln an der Bushaltestelle sowie im Bus selber. In Zukunft sind sie Ansprechpartner für alle Busfahrer und Fahrgäste und sollen in Konfliktfällen vermitteln. Insgesamt gibt es jetzt in der Grafschaft 54 Buslotsen (GN, 13.8.2009).

Der Vorsitzende des Luftsportrings Grenzland führt mit seiner Tochter, die Lehrerin an der Realschule Bad Bentheim ist, ein Projekt "Bad Bentheim aus der Luft erleben" mit 17 Schülern einer 8. Klasse durch.  Vor der Praxis des Fliegens  gibt es für die interessierten Schüler einige Stunden Theorie. In Begleitung eines erfahrenen Segelfluglehrers haben die Schüler dann die Gelegenheit, vom Flugplatz Klausheide aus zu Rundflügen  über die Grafschaft zu starten. Dabei dürfen sie im Flieger vorne sitzen und auch selbst einmal den Steuerknüppel bedienen (GN, Szene, 9/2009).

25 Schüler erhalten im Beisein von Lehrern sowie dem Bürgermeister der Stadt Bad Bentheim, Dr. Volker Pannen, in der Realschule Bad Bentheim ihr Zertifikat als Schüler-Streitschlichter. Erneut hatten sich die Verantwortlichen aus der Hauptschule Bad Bentheim-Gildehaus, der Realschule und dem Burg-Gymnasium mit Ute Jasniack-Collet von der Stadtjugendpflege zusammengetan, um Schülern eine Streitschlichterausbildung zu ermöglichen. Unter der fachkundigen Anleitung der beiden ausgebildeten Mediatorinnen Dagmar Niederlein und Dorothea Währisch-Purz lernten die Schüler, wie Streit entsteht und sich entwickelt und wie sie ihren Schulkameraden helfen können, diesen Streit zu lösen. An zwei Wochenenden erlernten sie Methoden der Gesprächsführung, das Phasenmodell der Streitschlichtung sowie Stufen der Gewalteskalation. In Rollenspielen konnten sie die erlernten Methoden anwenden und vertiefen.

Bei der Streitschlichtung handelt es sich eine anerkannte Methode, in der die Schüler in einem Gespräch mit beiden Parteinen dieses Gespräch moderieren und leiten und gemeinsam auf die wirkliche Bedeutung eines Streites hinarbeiten können. Dabei verhalten sich die Streitschlichter „allparteilich“, sie haben nicht die Funktion eines Richters. Aus einem so angeleiteten Gespräch ergeben sich häufig gute Lösungsansätze, die einen Konflikt nachhaltig beenden. Die schulübergreifende Ausbildung findet seit einigen Jahren in Kooperation mit der „Streitschlichterschule“ (Zusammenschluss der Praxis für Mediation Euregio und der Grafschafter Praxis für Mediation) in Bad Bentheim statt. Damit wurde ein veränderter Umgang mit Konflikten in der Schule begonnen. Langfristig entwickelt sich eine andere Streitkultur an den Schulen, wie die Lehrer bestätigen. Gleichzeitig lernen die Schüler der unterschiedlichen Schulformen sich kennen und gegenseitig schätzen. „Wir wissen und merken oft gar nicht während der Ausbildung, wer an welcher Schule ist“, bemerken beide Mediatorinnen. Die Ausbildungsphase sowie die später erfolgende Begleitung der Schüler erfolgt durch engagierte Lehrer und Lehrerinnen der beteiligten Schulen. Die Ausbildung der Schüler zu Streitschlichtern sowie die Begleitung der Schüler wird seit Jahren finanziell unterstützt von der Jugendpflege des Landkreises, der Jugendpflege der Stadt Bad Bentheim sowie den Schulen (GN, 1.9.2009).

Seit vielen Jahren kümmern sich Schüler der Naturschutz-Arbeitsgemeinschaft der Realchule u.a. um den stillgelegten "Bornhalmschen Steinbruch" in Gildehaus. Die Schüler investieren einen Teil ihrer Freizeit, um mit ihrem Lehrer Walter Oppel Lebensräume für bedrohte Pflanzen- und Tierarten durch unterschiedliche Maßnahmen zu erhalten oder zu schaffen. Nach der Übernahme der Patenschaft über den ausgedienten Steinbruch im Jahre 1996 wurden zunächst 15 Nistkästen für verschiedene Höhlenbrüter im bewaldeten Teil des Steinbruches aufgehängt. Im Laufe der Zeit hat sich nun das Gebiet zu einem in unserer Region selten anzutreffenden schluchtwaldähnlichen Biotop entwickelt, das besonders  vielen Vogelarten Nahrungs- und Brutmöglichkeiten bietet (GN, 30.11.2009).

2010 - "Tag der offenen Tür"
Jedes Jahr im Vorfeld der Anmeldungen von Schülern zur fünften Klasse  veranstaltet die Realschule einen "Tag der offenen Tür". Interessierte Eltern mit ihren Schülern haben die Gelegenheit, die Schule kennen zu lernen. Sie erhalten einen Einblick in den Unterricht der Schule und können Fragen zur Organisation des Schullebens stellen. (GN, 23.1.2010)

Karateverein
Auch in diesem Schuljahr beteiligt sich die Abteilung Bad Bentheim des Karatevereins an dem Nachmittagsangebot der Realschule und blickt somit auf bereits vier abgeschlossene Kurse zurück. Der Abteilungsleiter Thomas Kuclo (1. Dan) ist seit Einführung der Nachmittagsbetreuung im April 2008 mit diesem Angebotsprogramm in der Schule präsent. (SZ, 31.1.2010)

Gegen das Vergessen - Zeitzeugen berichten
Ein neues Medienprojekt unter dem Titel "Gegen das Vergessen - Zeitzeugen berichten" bearbeiten die Schüler der Klasse 10 a der Realschule. Schulleiter Jürgen Klukkert erteilte den Start im Herbst des vergangenen Jahres. Die Vorlagen stammen von dem Historiker Dr. Helmut Lensing aus Greven (früher Wietmarschen). Zu den Themen Konzentrationslager, Antisemitismus, Krieg und Täter-Opfer-Beziehungen recherchierten die Schüler im Bentheimer Stadtarchiv. Hermann de Leve vom Grafschafter Heimatverein e.V. führte auf Spuren jüdischen Lebens durch Bad Bentheim und Gildehaus. Schülergruppen besuchten Zeitzeugen, führten Gespräche und filmtem Bewohner in Seniorenresidenzen.

Betreut werden die Jugendlichen von Konrektor Jürgen Henny, dem Leiter des Kreismedienzentrums Bernd Wolter und dem Museumskoordinator des Landkreises Hubert Titz. Die Ergebnisse der mühevollen Arbeit werden im Zuge einer Ausstellung der Öffentlichkeit im Sitzungssaal des Bad Bentheimer Rathauses präsentiert. ((Der Grafschafter, Nr.2/2010; auch: GN.10.3.2010)
Im Rahmen des Medienprojektes erstellen die Schüler ein digitales Filmarchiv. Hierzu werden Zeitzeugen befragt und gefilmt, Spuren aufgenommen und Hintergründe recherchiert, um durch diese besondere Form des sogenannten Offenen Unterrichts die Jugendlichen auf den nahenden beruflichen Alltag oder auch für den weiteren Besuch von Fachschulen oder der gymnasialen Oberstufe praxisnaher und selbstbestimmter vorzubereiten. Über die Inhalte der Arbeit gibt "Der Grafschafter" in Nummer 5/2010 Auskunft.

Wallheckenbepflanzung
Seit mehreren Jahren führt die Naturschutzstiftung des Landkreises mit der Realschule Bad Bentheim naturschutzfachliche Aktionen durch, die bei den Schülern große Resonanz finden. In diesem Jahr führte die Naturschutz-AG unter der Leitung von Lehrer Walter Oppel eine Wallheckenbepflanzung im Bereich Bentheimer Wald durch. Bei dieser Aktion lernten die Schüler den früheren Zweck der Wallhecke kennen, welchen Nutzen sie hatte und welche Tier- und Pflanzenarten darin vorkamen. (GW, 21.4.2010)

Haus- und Straßensammlung
Seit über 25 Jahren führt die Deutsche Umwelthilfe Haus- und Straßensammlungen in Niedersachsen durch. Auch Naturschutzprojekte in der Grafschaft konnten mit Hilfe von Sammelerlösen finanziert werden. In diesem Jahr sammeln Schüler der Realschule Bad Bentheim bei Haussammlungen. (GN, 2.6.2010)

25 Jahre Schüleraustausch mit Frankreich
Seit nunmehr 25 Jahren findet zwischen dem Colege de Mouthe im französischen Jura und der Realschule Bad Bentheim  ein Schüleraustausch statt. In dieser Zeit konnten zahlreiche Schülergenerationen nicht nur ihre im Fremdsprachenunterricht erworbenen Sprachkenntnisse  anwenden und erweitern, es wurden auch viele Freundschaften geschlossen und das gegenseitige Verständnis für die jeweils andere Kultur eines Landes gefördert. (GN, 14.6.2010)

Ausbaumaßnahmen
Die Realschule befürchtet eine Benachteiligung angesichts der Investitionen für einen Grundschulneubau. Rektor Jürgen Klukkert fordert in einer Schulausschusssitzung eine angemessene sachliche und räumliche Ausstattung für seine Schule. Die Verwaltung sieht insbesondere die Umgestaltung des Werkbereichs sowie Verlagerung und Schalldämmung des Musikraumes als weiter erforderlich an (GN, 17.6.2010). Bürgermeister Dr. Volker Pannen äußert in der Ratssitzung, "dass für die alte Schulküche rechtzeitig Ersatz geschaffen wird, damit in dieser Hinsicht kein Unterrichtsausfall droht". (GN, 1.7.2010)

100 Realschüler helfen beim "Sozialen Tag" anderen Kindern
Am "Sozialen Tag" sind die Schüler aufgerufen, einen Tag die Schulbank gegen einen Tag im Berufsleben zu tauschen und den Erlös darauf einem guten Zweck zur Verfügung zu stellen. Der Lohn für die Kinder und Jugendlichen wurde in diesem Jahr für Südosteuropa gespendet. In der Grafschaft Bentheim fand der "Soziale Tag" unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin Angela Merkel zum zehnten Male statt. (GN, 25.6.2010)

Klassenfahrt
Die zehnten Klassen haben das Konzentrationslager Buchenwald besucht und waren zudem in der Goethe- und Schillerstadt Weimar. Der Bad Bentheimer Unternehmer Holger Diederichs finanziert diese Fahrten seit Jahren. (GN, 9.7.2010)

Wiedersehensfeiern
Fünfzig Jahre nach ihrer Entlassung
aus der damaligen Mittelschule Bad Bentheim im Jahre 1960 trafen sich ehemalige Schüler der Klasse 10 b zu einem Wiedersehen. Treffpunkt war "ihre Schule" an der Marktstraße, der heutigen Grundschule, die in absehbarer Zeit abgerissen werden soll. Der Einladung waren 16 Ehemalige gefolgt, die zum Teil weite Anreisewege auf sich genommen hatten. Klassenlehrer waren damals Fräulein Thielsch, Siegfried Schulz und Wilhelm Hagerott. (GN, 28.10.2010)

60 Jahre nach ihrer Entlassung im Jahre 1950 trafen sich 16 Schüler zu einer Wiedersehensfeier. Die damaligen Lehrer waren die Herren Volkers, Tschirl und Schlokat sowie die Lehrerinnen Harms und Haarmann. Nach der Einschulung im Jahre 1943 mussten leider oftmals bei Fliegeralarm die Bunker in der Funken- und Weinstiege aufgesucht werden (GN, 2. und 3.11.2010).

Lernort-Natur-Koffer
Auf Initiative des Hegeringleiters des Hegering I in Bad Bentheim, Klaus Spitzer, erhielten die Grund- und Hauptschule Gildehaus, die Realschule Bad Bentheim, der Grundschulzweig der Eylardusschule und und das Missionsgymnasium Bardel je einen Lernort-Natur-Koffer der Stiftung "Natur-und-Mensch" des deutschen Jagdschutzverbandes im Wert von 3.000 Euro. Der Inhalt der Koffer ist eine Materialsammlung für quicklebendigen Naturkundeunterricht und spannende Exkursionen in Feld, Wald und Flur. Er soll die Neugier wecken und alle Sinne der Schüler durch Sehen, Hören, Riechen und Fühlen begreifbar machen. Als Sponsoren konnten die Grafschafter Volksbank und die Firma URENCO mit Sitz in Bad Bentheim gewonnen werden. (GN, 20.11.2010)

Oberschule
In der Schulausschusssitzung der Stadt Bad Bentheim erfolgt eine lange, offene Diskussion um die Oberschule. Bürgermeister Volker Pannen stellt abschließend fest: Für eine Entscheidung ist es noch zu früh, weil noch gar kein Erlass des Kultusministeriums vorliegt. Während die Grund- und Hauptschule Gildehaus möglichst schnell Oberschule werden will, bremst die Realschule. Schulleiter Jürgen Klukkert sieht zur Zeit zwei funktionierende Systeme, die es zu erhalten gelte. (GN, 8.12.2010)

Klassenfahrt
Einen ungewöhnlichen Unterrichtsort erlebten die Schüler der Klasse 6 b im Rahmen einer Klassenfahrt: Die 23 Schüler besuchten das Civil-Military Cooperation Centre of Excellence (CCOE) in Enschede mit Lehrer Schrader und Rektor Klukkert. Dabei informierten sie sich über die Entstehung und die Struktur der NATO sowie die Aufgaben einer internationalen Militäreinrichtung wie das CCOE (GN, 15.12.2010).

2011
Podiumsdiskussion zum Thema Oberschule
In einer Podiumsdiskussion zum Thema "Realschule? Oberschule? Wohin soll der Weg in der Schulentwicklung gehen" informiert der Schulleiter Jürgen Klukkert besonders die Eltern der Realschüler darüber, was die Einführung einer Oberschule für die Realschule bedeuten würde: "Damit wären auf der Basis der bisherigen Erlasse nicht nur erhebliche organisatorische Probleme verbunden, für gleich zwei Oberschulen  in der Stadt reichen die Zahlen nach den bisherigen Vorgaben auch nicht aus". Bürgermeister Dr. Volker Pannen hält das Modell Oberschule für eine gute Idee, um mit dem demografischen Wandel umzugehen. Er vermutet, dass es auf Dauer eine Oberschule in Bad Bentheim geben wird - und zwar am Standort Bentheim; aber frühestens ab 2017. Dann seien wegen rückläufiger Schülerzahlen zwei Schulen mit Sekundarbereich I nicht mehr zu halten. Pannen plädiert allerdings dafür, "schon vorher  die Struktur mit einer Hauptschule  aufzubrechen. Aber wie genau wir verfahren, müssen wir noch klären". Nach seiner Meinung wird es Veränderungen frühestens im Sommer 2012 geben. (GN, 20.1. und 25.1.2011)

Wirtschaftsplanspielwochen
41 Schüler, 19 von der Oberstufe des Missionsgymnasiums Bardel  und 22 aus den beiden 10. Klassen der Realschule Bad Bentheim, wurden vom Unterricht befreit und ihnen die Möglichkeit eingeräumt, die Welt der Wirtschaft näher kennen zu lernen. Beide Schulen nahmen an Wirtschaftsplanspielwochen teil, die der Industrielle Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland für sie organisiert hatte. Dabei standen die Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge, das Trainieren von Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit und fachübergreifendes Denken sowie die berufliche Orientierung im Vordergrund. (GN, 22,3.2011)

Euregio-Rat fördert Realschule
Von Günter Alsmeier, Präsident und Mitglied des Euregio-Rates, wurde der Realschule ein Set mit 30 deutsch-niederländischen Euregio-Trainingsleibchen  und einer Wandkarte überreicht. Auf 15 weißen und 15 orangefarbenen Träiningsleibchen ist das Euregio-Logo abgebildet. ("An Burg und Mühle", Ausgabe April/ Mai 2011)

Eine Oberschule in Bad Bentheim
Politik und Verwaltung sind sich einig, an der Hauptschule in Gildehaus und der Realschule in Bad Bentheim bis 2016 festzuhalten. Es sei denn, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Einrichtung  einer Oberschule  würden sich ändern. Denn die jetzigen Schülerzahlen lassen nur einen Oberschulstandort zu. Eine Schulschließung will aber niemand. (GN, 4.6.2011)

Projekt "grenzüberschreitender Schulbesuch"
Die Stiftung "Nederlandse Taal  en Culture", die seit 2010 an der G/H 75 Kinder bis 14 Jahre in niederländischer Sprache und Kultur  unterweist - darunter auch drei drei deutsche Schüler - strebt ein Angebot bis einschließlich sechstem Schuljahr auch für Schüler der Realschule und der Gymnasien an. Zwischen Bad Bentheimer und Oldenzaaler  Schulen wird außerdem ab dem Schuljahr 2011/12 mit dem Projekt "grenzüberschreitender Schulbesuch" begonnen. In Kleinstgruppen werden jeweils drei Schüler im Alter ab 14 Jahren im Wochenturnus einen Schultag am Unterricht in einer Partnerklasse im jeweiligen Nachbarland teilnehmen. (GN, 14.6.2011)

Umbauten an der Realschule
Zur Verwirklichung des Grundschulneubaus in Bad Bentheim  sind zunächst Umbauten an der Realschule nötig. Vor allem muss Platz für eine neue Lehrküche geschaffen werden. Die mobilen Wände zum Forum hin werden die Möglichkeiten schaffen, einen Veranstaltungsraum mit etwa 200 Plätzen einzurichten, in dem evtl. nach Vorschlag von Bürgermeister Volker Pannen auch Ratssitzungen stattfinden könnten. Die Bücherei zieht dafür in den neu gestalteten Musikraum. Vielleicht können wir jetzt in der Bücherei  sogar eine Internetecke  oder ein kleines Internetcafé einrichten, hofft Schulleiter Jürgen Klukkert. Im alten Gymnastikraum ist bereits ein schöner Raum für den Musikunterricht entstanden, der jetzt fast schalldicht ist, meint Konrektor Jürgen Henny. (GN, 23.6.2011)

Ist die Koppelbecke gesund?
Den Lebensraum Bach erforschten 24 Schüler der 5. und 6. Klassen unter Leitung ihres Lehrers Walter Oppel vor Ort. Ziel des Projektes "Untersuchung eines Fließgewässers" war es, die Koppelbecke mit biologischen, physikalischen und chemischen Methoden zu erforschen und die dort vorkommenden Lebensgemeinschaften kennen zu lernen. (GN, 22.7.2011)

"Grensland Express"
Je drei Schüler aus dem Kurort und der niederländischen Stadt Oldenzaal werden künftig einen Schultag pro Woche in einer Partnerklasse im jeweiligen Nachbarland verbringen. Auf deutscher Seite sind das Burg-Gymnasium, das Missionsgymnasium Bardel, die G/H Gildehaus und die RS Bad Bentheim beteiligt. Schüler ab 14 Jahre, die die jeweilige Fremdsprache verpflichtend oder freiwillig lernen, besuchen in Kleingruppen eine Partnerschule im jeweils anderen Land. Im Wochenturnus werden so je drei Jugendliche aus Deutschland und den Niederlanden am Unterricht im Nachbarland teilnehmen. Möglich ist dieser grenzüberschreitende Schulbesuch auch deshalb, weil die Schüler mit der neuen Bahnverbindung  "Grensland Express" leicht zwischen Oldenzaal und Bad Bentheim pendeln können. Wegen der Nähe zum Bahnhof fand die Auftaktveranstaltung mit 30 Schülern im Burg-Gymnasium statt. (GN, 5. und 6.10.2011)

Wiedersehen nach 45 Jahren
Vor wenigen Tagen haben sich ehemalige Schüler der Realschule Bad Bentheim wiedergetroffen: Im Jahr 1966 wurden sie aus der Schule entlassen. 25 Ehemalige waren der Einladung der Organisatorinnen Irene Rattay und Herma Oberfrank gefolgt. Viele Ehemalige waren zu dem Treffen von weither angereist. Beim geselligen Beisammensein wurden viele Erinnerungen wieder aufgefrischt und dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Klassenlehrerin war in der damaligen Klasse 10a  Frau Schrader und Klassenlehrer in der Klasse 10b Herr von der Haar. Der Rektor der Mittelschule war seinerzeit Herr Klünder. (GN, 24.11.2011)

Hecken für die Haselmaus
20 Schüler der Naturschutz-Arbeitsgemeinschaft aus den Klassen 5 bis 10 haben mit ihrem Lehrer Walter Oppel an der Försterei im Bentheimer Wald Lebensraum für einin Niedersachsen seltenes kleines Säugetier bereitgestellt. Anlass war ein Aufruf von BUND, Naturschutzjugend und Bingo-Lotterie. (GN 19.12.2011)

2012 - Zum 10. Mal Wirtschaftsplanspiel für Realschüler
Statt Deutsch, Mathematik oder Biologie standen für 24 Schüer der Realschule Tarifverhandlungen, Preiskalkulationen und Marktforschung auf dem Programm. Fernab vom Schulalltag durften die Jugendlichen fünf Tage lang Einblick in die Berufswelt nehmen, indem sie in die Rolle leitender Mitarbeiter von fünf konkurrierenden fiktiven Unternehmen schlüpften. Möglich machte dies das Unternehmensplanspiel "Investor", das der Industrielle Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland bereits zum 10. Mal für die Realschule organisiert hat. (GN, 29.2.; GW,7.3.2012)

Neu gestaltete Räume in der Realschule
Wegen des Neubaus der Grundschule an der Ecke Brennereistraße / Am Schürkamp mussten einige Räume der Realschule "Bäumchen wechsle dich" spielen. So befindet sich die neue Lehrküche nun in der einstigen Schulbücherei, diese findet sich deshalb im ehemaligen Musikraum wieder, und musiziert wird ab jetzt in einer alten Turnhalle, die weitestgehend unbenutzt war.  Die neue Lehrküche ist seit dem 1. Februar inBetrieb. Die Schüler haben nun genügend Platz, in heller und farbenfroher Atmosphäre zu kochen und zu backen. (GN, 3.3.2012)

Spende von Dr. Deilmann

Mit einer sechsstelligen Spende von Dr. Jürgen Deilmann wurde ein Kleinspielfeld am neuen Schulzentrum in Bad Bentheim finanziert. Es blieb auch noch Geld übrig für ein Spielgerät und die Sanierung der Sitzstufen. "Damit haben die Schüler der neuen Grundschule und auch der Realschule einen tollen Ort, wo sie Sport treiben können", sagte Grundschulleiter Dieter Bönnen. Die turnerischen Übungen und ein Staffellauf der Grundschüler der Klassen eins bis drei erfreuten Schüler, Lehrer und die Ratsvertreter sowie den Spender ebenso wie ein Basketballmatsch der Realschüler. (GN,10.5.2012)

Ehemaligentreffen nach 60 Jahren
1952  wurden 39 Schüler  aus der zehnten Klasse der Bad Bentheimer Mittelschule, der heutigen Grundschule Marktstraße, entlassen. Mit ihnen verabschiedete sich auch der Klassenlehrer und Rektor Heinrich Volkers nach 32 Jahren an der Schule in den Ruhestand. Am Sonnabend vor Pfingsten trafen 20 Ehemalige in den Räumen ihrer alten Schule zusammen. Die Ehemaligen-Gruppe, die sich früher im Abstand von fünf Jahren getroffen hat, kam in diesem Jahr zum 18. Mal zusammen. Die Ehemaligen sind zum Teil aus der Schweiz, Bayern - und eine Teilnehmerin sogar aus San Franzisko - angereist. (GN, 2.6.2012)

Realschüler erleben Geschichte und Kultur hautnah
Die 10. Klassen der RS Bad Bentheim konnten auch in diesem Jahr dank der großzügigen Unterstützung  des Bad Bentheimer Unternehmers Holger Diedrichs das ehemalige KZ Buchenwald sowie das Goethehaus  in Weimar besuchen. (GN,26.6.2012)

 Quellen:

  • Gerhard Klünder, Auszüge aus der Schulchronik, 1966

  • Wilhelm Hagerott, Die Lateinschulen in der Obergrafschaft. In: Reformiertes Bekenntnis in der Grafschaft Bentheim, Das Bentheimer Land, Band 114, 1988, Seite 245

  • Hartmut Abel,  Chronik der Realschule Bad Bentheim, Bad Bentheim 2002

  • Hartmut Abel, Die Entwicklung der Bad Bentheimer Realschule, GN-Beilage Der Grafschafter 5/2002.

  •  Hans Jürgen Schmidt, Die Lateinschule in Bentheim, GN-Beilage Der Grafschafter 5/2002

  •  Artikel aus der örtlichen Presse, im Text angegeben.