Grafschafter Schulgeschichte

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Robert Fähmel 

1911 - 2001

Robert Fähmel war auf vielfältige Art und Weise mit der Gemeinde Quendorf verbunden. Fähmel stammte aus Oesede bei Osnabrück. Am 14. September 1948 wurde er mit Privatdienstvertrag in Quendorf eingestellt. Vorher war er in Osterwald und Schüttorf tätig gewesen. Am 15. Oktober 1948 wurde ihm die Lehrerstelle in Quendorf übertragen. Er unterrichtete zunächst an der Seite des seit 1949 als 1. Lehrer tätigen Wilhelm Gronemann.

Ab dem 1.März 1954 nahm Robert Fähmel die Stelle des 1. Lehrers wahr. Er leitete die Schule bis zu seiner Pensionierung zum Ende des Schuljahres 1974/76. Die Volksschule Quendorf wurde ab dem Schuljahr 1970/71 als reine Grundschule weiter geführt. Ab dem 1. August 1973 bestimmten die Gemeinden Quendorf, Neerlage und Wengsel die Grundschule Quendorf zur zentralen Grundschule für ihre Gemeinden (siehe: F08).  Die Schulen in Neerlage und Wengsel wurden aufgelöst.

Fähmel setzte sich an seiner Schule besonders dafür ein, dass alle Kinder im Schüttorfer Freibad und später im Nordhorner Hallenbad das Schwimmen lernten. Für die Schwimmabzeichen als auch für die Sportabzeichen nahm er selbst die Prüfungen ab. Unvergessen sind seinen ehemaligen Schüler auch die Klassenfahrten in den 50er und 60er Jahren.

Robert Fähmel war auch über seine berufliche Tätigkeit hinaus in der Gemeinde engagiert. Er bereitete Reden des früheren Bürgermeisters Rudolf Kovert vor, und unterstützte Mitbürger bei der schriftlichen Abfassung mancher ihrer Anliegen. Er hielt Ansprachen bei Taufen und Hochzeiten und schrieb Totenbriefe, wenn jemand gestorben war.

Von 1948 bis 1976 leitete er als Vorsitzender den örtlichen Schützenverein, dessen Chronik er führte. Er setzte durch, dass in der Gemeinde und im Schützenverein das historische Siegel des "letzten Junkers Gerhardi de Quendorpe" aus dem Jahre 1405 benutzt wurde.

Robert Fähmel starb im August 2001 im Alter von 90 Jahren.

Alois Brei

Quellen: Schulchronik der Volkschule Quendorf

GN, 15.8.2001