Grafschafter Schulgeschichte

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Pater Rembert Koepchen OFM, 

geboren 13.8.1927, gestorben 27. 3 2012

Rembert Koepchen, Pater der Franziskanergemeinschaft Bardel und langjähriger Leiter des Bardeler Missionsgymnasiums, hat  die Entwicklung des St.-Antonius-Gymnasiums in Bardel über Jahrzehnte maßgeblich geprägt.

Rembert Koepchen erblickte am Rande des Ruhrgebiets am 13. August 1927 in Gladbeck das Licht der Welt. In seiner Jugend erlebte er das Terrorregime des Nationalsozialismus und den  Zweiten Weltkrieg. Nach dem Abitur 1948 entschied er sich für ein Leben in einem Orden. Bei den Franziskanern in Brasilien legte er 1952 die ewigen Gelübde ab und wurde am 29. November 1953 in Salvador zum Priester geweiht.

Er studierte Philosophie und Theologie, nach seiner Rückversetzung nach Deutschland ab 1954 noch einmal Germanistik und Geschichte. Er wurde Lehrer. 1962 übernahm er die Leitung einer Realschule für Jungen in Recklinghausen, 1964 wurde er Schulleiter einer Realschule in Mettingen.

1967 übernahm Pater Rembert die Schulleitung am Missionsgymnasium Bardel, das damals eine kleine Internatsschule zur Ausbildung des Ordensnachwuchses für die Franziskanerprovinz im Nordosten Brasiliens war. Rembert wandelte sie nach und nach in ein öffentliches Gymnasium mit christlich-franziskanischer Prägung um.

Seit 1972 nahm die Schule auch externe und nichtkatholische Schüler sowie Kinder portugiesischer Arbeitnehmer auf. Auch Mädchen konnten nun die Schule in Bardel besuchen. Pater Rembert unterrichtete Deutsch, Geschichte, Religion und Gemeinschaftskunde.

Nach 27 Jahren, im Sommer 1994, gab Pater Rembert das Amt ab an Ulrich Oettel, den ersten weltlichen Schulleiter. Rembert setzte sich auch danach für die Schule ein. Er konnte erreichen, dass das Missionsgymnasiums in die Trägerschaft der Diözese Osnabrück überging.

Pater Rembert übernahm weiter seelsorgerische Aufgaben in den Pfarreien der Region und wirkte noch jahrelang als Delegat des brasilianischen Franziskaner-Provinzials im Vorstand des „Aktionskreises Pater Beda für Entwicklungsarbeit“ mit.

(Quelle: GN, 30.3.2012)