Grafschafter Schulgeschichte

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Erika Schüür

1922 - 2013

Die Aufgabe von Lehrerinnen und Lehrern ist es, ihre Schülerinnen und Schüler durch Erziehung und Unterricht zu selbständigen, demokratiefähigen Persönlichkeiten zu entwickeln. Erika Schüür, Lehrerin in Suddendorf und an der Grund-und Hauptschule Bad Bentheim, gelang dies bei ihren Schülern mit großem Eifer und hohem Engagement.

Erika Schüür wurde am 18.Juni 1922 als Tochter des Bauingenieurs Fritz Wissmann und seiner Ehefrau Anne-Marie Wissmann, geb. Vössing, in Marl-Hüls geboren. Sie besuchte zunächst in ihrem Geburtsort die Volksschule, ging dann für vier Jahre zur Mittelschule und wechselte schließlich auf eine Oberschule in Recklinghausen. Ab dem 10.Januar 1943 studierte sie an der Lehrerbildungsanstalt in Dortmund. Im März 1943 wurde sie als Schulhelferin dem Regierungsbezirk Osnabrück zugeteilt und arbeitete an den Volksschulen in Schüttorf, Wilsum, Waldseite und ab 1946 als zweite Lehrkraft an der Volksschule in Suddendorf.

Im Jahr 1949 heiratete die damalige Erika Wissmann den Maschinenbaumeister Gerd Schüür. In dieser Ehe wurden zwei Kinder geboren: Gerd und Jan Harm Schüür. Im Jahre 1950 legte Erika Schüür ihr erstes Staatsexamen an der Pädagogischen Akademie in Dortmund ab und drei Jahre später bestand sie an der Ev. Volksschule Suddendorf ihre zweite Lehrerprüfung. Im Jahre 1957 wurde sie an die Ev. Volksschule Bentheim, die spätere Grund- und Hauptschule Bad Bentheim, versetzt, an der sie bis zum Eintritt in den Ruhestand tätig war.

Erika Schüür engagierte sich mit großer Energie für ihre Schüler. Mit Fachkompetenz und Ausstrahlung half sie intensiv bei ADHS und Legasthenie und unterstützte Asperger–Autisten. Erika Schüürs Hilfe war für so manche Schüler die Grundlage für spätere berufliche Karrieren. Frau Schüür regte ihre Schüler in einer fördernden Lernatmosphäre zum Selberdenken an und vermittelte Freiheit in einem offenen Lernumfeld. Sie war eine Pädagogin, die in einem durch Anerkennung und Förderung geprägten Lernklima Respekt, Freiheit und Demokratie vermittelte.

Erika Schüür verstarb am 14.5.2013 im Alter von knapp 91 Jahren in Lüneburg. Sie wurde auf dem evangelischen Friedhof in Bad Bentheim beigesetzt.

Peter Weidner, Pforzheim 2016