Grafschafter Schulgeschichte

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Die "Lehrerdynastie" Volkers

Generationen von Obergrafschafter Schülern haben ihre Ausbildung von Angehörigen der "Lehrerdynastie" Volkers erhalten. Heinrich Johann Volkers unterrichtete von 1874 bis 1912 die Dorfjugend in Ohne. Seine Söhne setzten diese Tradition fort.

Am 4. Oktober 1874 kam der Lehrer Heinrich Johann Volkers nach Ohne. Er wurde 1849 in Emlichheim geboren. Seine Ausbildung hatte er an der Grafschafter Schullehrer-Vorbildungsanstalt des Schulinspektors Fokke in Neuenhaus erhalten, wo er 1866 die 1. Lehrerprüfung ablegte.

Er war zuerst "Gehülfe" in Hilten, später Lehrer in Neuringe, Sieringhoek und einige Jahre bei Göttingen. In Ohne war er als alleiniger Lehrer tätig. Als Mitbegründer des Lehrervereins der Obergrafschaft, Schriftführer und Vorsitzender erwarb Lehrer Volkers ein großes Ansehen. Die Regierung in Osnabrück und der Schulvorstand in Bentheim wollten ihn Anfang 1904 nach Bentheim berufen. Er sollte die Nachfolge des Hauptlehrers Vos antreten. Volkers lehnte jedoch ab. Er blieb in Ohne.

Johann Rudolf folgte seinem Vater als Lehrer in Ohne. Er wirkte dort von 1922 bis zu seiner Pensionierung 1962 als Lehrer und Schulleiter. Sein älterer Bruder Heinrich wurde Mittelschulrektor in Bentheim. Auch deren Söhne wählten pädagogische Berufe. Heinz Georg Volkers wurde Englischlehrer am Bentheimer Burg-Gymnasium. Cousin Heinrich übernahm das Amt des Schulpastors und unterrichtete evangelische Religion.

Quelle: GN, 9.12.1998.