Grafschafter Schulgeschichte

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Eckhard Woide
* 5. Mai 1935      + 28. Mai 2011

Eckhard Woide wurde in Breslau geboren. Als Flüchtling kam er mit seinen Eltern 1947 nach Schüttorf. Er studierte an der Pädagogischen Hochschule Osnabrück und begann seinen Schuldienst am 1.4.1960 in Itterbeck in der Grafschaft Bentheim. Dem Gymnasium in Neuenhaus und der KGS Neuenhaus gehörte er von 1967 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1996 an. Hier war er lange Jahr als Mitglied des Personalrates tätig.

Außerhalb der Schule war Eckhard Woide auf verschiedenen Gebieten aktiv. Als niedersächsischer Landesmeister im 5000 -Meter-Lauf vollbrachte er sportliche Hochleistungen. Er war zeitweilig Kommunalpolitiker und außerdem ein anerkannter Fachmann für Fliesen und Uhren. Zur Heimatgeschichte veröffentlichte er viele Beiträge, zuletzt noch in der Neuenhauser Stadtchronik.

2001 übernahm Eckhard Woide von Irmgard Maschmeyer das Amt des ehrenamtlichen Beauftragten für Bodendenkmalpflege, das er bis zu seinem Tode inne hatte. Mit seinem Namen sind vor allem die Ausgrabungen am Uelser Riedberg und im Zusammenhang damit die Entstehung des Bronzezeit-Hofes verbunden. Schließlich widmete er sich in den vergangenen Jahren seiner Aufgabe als Archäologe besonders intensiv und sorgte dafür, dass interessante Bodenfunde in der Öffentlichkeit bekannt wurden.

Seine Verdienste wurden in Nachrufen des Landkreises Grafschaft Bentheim und der Stadt Nordhorn in besonderer Weise gewürdigt (GN, 7. und 8. 6.2011). In einem Leserbrief setzte sich ein ehemaliger Studienkollege dafür ein, ihm posthum eine entsprechende Auszeichnung und Würdigung zu verleihen. (GN, 20.6.2011)

Heinz Ragnitz