Grafschafter Schulgeschichte

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Ernst-Moritz-Arndt-Schule
- 1941 Ev. Volksschule; ab 1983 Grundschule

Ab 1937 bereitete die Stadt den Bau einer neuen Volksschule vor. Als Standort wurde das Grundstück des Bauern Rigterink zwischen Markt-, Rasen- und Mittelstraße gewählt. Nach einem Gutachten, das am 5.3.1938 in den Grafschafter Nachrichten abgedruckt war, wird die geplante Lösung im Ganzen für einwandfrei und vorbildlich gehalten. Abschließend heißt es: "Das neue Schulhaus wird harmonisch das Heimatbild bereichern und ein klar-deutsches Meisterwerk werden!" Die zu errichtende Schule sollte mit Genehmigung des Regierungspräsidenten vom 7.5.1938 "Ernst-Moritz-Arndt-Schule" heißen. Am 17. Dezember 1940 wurde der Schulneubau, wie es in einem Jahresrückblick für das Kriegsjahr 1940 zu entnehmen ist, "trotz aller Schwierigkeiten" seiner Bestimmung übergeben. Der neue Schulkomplex enthielt neben 10 Klassenräumen eine Schulküche, eine Turnhalle, einen Schulgarten und ein eigenes Haus für den Hausmeister. Das Schulgebäude der Wasserturmschule, das zur Frensdorfer Schule gehörte, wurde an die Firma Niehues & Dütting (später NINO) verkauft.

Zu "Ernst Moritz Arndt": (* 26. Dezember 1769 in Groß Schoritz auf Rügen, damals Schwedisch-Pommern; † 29. Januar 1860 in Bonn ) war ein deutscher Schriftsteller und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. Er widmete sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen die Besatzung Deutschlands durch Napoleon. Er gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der Epoche der Freiheitskriege, wurde aber auch von den Nationalsozialisten vereinnahmt.

1941 - Der Unterricht in der neuen Schule beginnt nach den Weihnachtsferien im Januar 1941. Am 17.4.1941 wird die Schule von der Frensdorfer Schule abgetrennt.

Als erster Schulleiter ist Herr Hermann Arends aus Bentheim vorgesehen. Da er und auch Konrektor Kohsiek sich im Kriegseinsatz befinden, wird der Lehrer Albert Hanker mit der Schulleitung beauftragt.

Die Schule besuchen 388 Schüler der Jahrgänge 1 - 7 in 8 Klassen. Die durchschnittliche Klassenfrequenz beträgt somit 48 Schüler. Der Unterricht wird von 3 Vollzeitlehrern und einer Teilzeitlehrerin mit 18 Wochenstunden erteilt. Das Verhältnis Schüler:Lehrer beträgt 108:1.

Die Schulneulinge werden nach den Sommerferien am 28. August eingeschult. Der Schulbesuch in den Kriegsjahren ist  geprägt durch Fliegeralarm, Altstoffsammlungen und Heilkräutersammlungen. Die Lehrkräfte müssen einen Teil ihrer Ferien für den Ernteeinsatz opfern.

1942 - Rektor Hermann Arends wird aus Krankheitsgründen aus der Wehrmacht entlassen und übernimmt im November die Schulleitung. Lehrer Hanker wird nach Klausheide abgeordnet.

1943 - Die Schule wird am 27.10.1943 für Lazarettzwecke der deutschen Wehrmacht beschlagnahmt. Der Unterricht findet ab 1.11.1943 in der Frensdorfer Schule (damals Hans-Schemm-Schule), zum Teil am Nachmittag, statt.

1944 - 1945 - Vom November 1944 bis August 1945 bleiben alle Schulen geschlossen. Zum Wiederbeginn melden sich 579 Kinder und 7 Lehrer. Der Unterricht findet jedoch wieder in der Frensdorfer Schule statt, weil die E.M.A.-Schule zuerst von den Briten besetzt ist und dann als Hilfskrankenhaus für Flüchtlinge verwendet wird. Es fehlen jedoch Schulbücher, Hefte, Bleistifte, Tinte usw. Es herrscht großes Elend, vor allem bei den Flüchtlingskindern aus der Blanke. Der Schulbesuch ist sehr unregelmäßig.

Rektor Arends wird Leiter der Nordhorner Mittelschule. Rektor Wilhelm Lange von der Frensdorfer Schule übernimmt ab August 1945 die Schulleitung.

1946 - 1948 - Ab 25.8.1946 findet der Unterricht wieder im Gebäude der E.M.A.-Schule statt. Sie wird evangelische Bekenntnisschule. Rektor Lange beklagt die vielen Störungen des Unterrichts durch übertrieben viele Sammlungen, Vorstellungen, Filmvorführungen, Vorträge u.a.. Es gibt keinen Koks für die Zentralheizung, so dass die Weihnachtsferien verlängert werden müssen; danach läuft der Unterricht in 4 Schichten von 8 - 18 Uhr. 1948 werden die ersten Elternvertretungen gewählt. Die Schüler werden bei Bauern zum Kartoffelkäfersuchen eingesetzt.

1949 - 1951 - Rektor Lange tritt nach über 40 Jahren Schuldienst in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Rektor Dr. Wilhelm Friedrich, der vorher Mittelschullehrer in Bramsche war. Die Schülerzahlen steigen weiter. Da zu wenig Räume da sind, ist Nachmittagsunterricht erforderlich. Der Elternabend mit dem Märchenspiel "Die zertanzten Schuhe" ist sehr erfolgreich und muss siebenmal aufgeführt werden. Bei einem Sängerwettstreit in den Niederlanden erzielt die Schule den 1. Preis.

1952 - Nachdem die Schülerzahl kurzfristig auf über 900 Kinder angewachsen war, wird im April 1952 schließlich die Evangelische Blankeschule gegründet, die ihren Unterrichtsbetrieb jedoch vorerst getrennt (wechselweise vormittags und nachmittags) in der E.M.A.-Schule aufnimmt. Etliche Lehrkräfte werden an die Ev. Blankeschule abgeordnet. 392 Kinder wechseln zur neuen Schule, 467 verbleiben an der E.M.A.-Schule.

1953 - Auf Beschluss des Schulausschusses, der aber vorher nicht bekannt war, werden 76 Kinder aus der Stadtmitte zur Altendorfer Schule überwiesen. Ein Teil der Elternschaft verweigert die Umschulung und verlangt die Entscheidung der Regierung. In zwei Befragungen bringen die Eltern ihren Unmut dermaßen zum Ausdruck, dass man sich dazu entschließt, den Eltern die Entscheidung über den Schulbesuch zu überlassen.

1954 - Im Frühjahr erkranken viele Lehrkräfte, u.a. auch der Schulleiter, Dr. W. Friedrich, so dass durch den gehäuften Vertretungsunterricht ziemliche Unruhe entsteht.

Am 15.4.1954 scheidet Dr. W. Friedrich aus dem Volksschuldienst aus und übernimmt eine Mittelschule im Bezirk Hannover. Er verstirbt dort im Januar 1955. Die kommissarische Leitung der E.M.A.-Schule übernimmt bis April 1955 der Konrektor Heinrich Wippermann von der Altendorfer Schule. Von den 342 Kindern der Schule sind 75 Voll- und Halbwaisen. Davon haben 54 ihren Vater durch Kriegs- und Nachkriegsereignisse verloren.

Zum Jahresende sterben durch ein Explosionsunglück, verursacht durch Karbidbüchsen und Feuerwerkskörper beim Spielen in der Marktstraße drei Schüler der Schule; 5 werden schwer verletzt. Rundfunk und Tageszeitungen berichten hierüber (GN, 30.12.1954; Grafschafter Tagespost, 31.12.1954).

1955 - Es kommt zu monatelangen Auseinandersetzungen um die Zukunft der Schule. Wegen sinkender Schülerzahlen sollen die Schüler der E.M.A.-Schule auf benachbarte Schulen verteilt werden. Das Gebäude soll als Mittelschule eingerichtet werden. Nach einer einstimmig gefassten Resolution der Elternschaft (GN und GT, 27.1.1955) beschließt der Stadtrat den Erhalt der Schule. Für die Mittelschule wird ein neues Schulgebäude gebaut.

Am 15.4.1955 übernimmt Hauptlehrer Wilhelm Buddenberg (Siehe: L-C-Buddenberg) aus Großringe die Schulleitung. Er wird am 12.9.1955 zum Rektor ernannt. Die Schule beteiligt sich an der Ausbildung von Aushilfslehrern und -lehrerinnen.

1962 - Das 9. Schuljahr wird eingeführt. Es werden 2 Klassen mit 55 Schülern aus Bookholt, Brandlecht, Hestrup, der Frensdorfer Schule und der eigenen Schule, später auch aus Klausheide, gebildet.

1964 - Günter Henrichs wird Konrektor der Ernst-Moritz-Arndt-Schule. Schulrat Thielke überreicht ihm die Ernennungsurkunde. Zum Werdegang des Konrektors: Jahrgang 1925, Schulausbildung,  Arbeitsdienst- und Wehrpflicht, Teilnahme am Zweiten Weltkrieg, Studium in Oldenburg, 1948 erste Lehrerprüfung, Schulamtsbewerber in Laar, 1951 zweite Lehrerprüfung, Lehrer in Bakelde, ein Jahr Sonderschule, seit 1953 an der EMA, Fachlehrer für Sport, aktive Mitgestaltung des 9. Schuljahres (GT, 24.6.1964).

27 Schüler bestehen die Radfahrprüfung mit "sehr gut" (GN, 16.11.1964).

1967 - 1968 - Herr Buddenberg, der 1964 zum Bürgermeister der Stadt Nordhorn gewählt worden war, wird 1967 in den Nds. Landtag gewählt und aus diesem Grunde am 8.6.1967 in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Sein Nachfolger wird Günter Henrichs, der seit 1953 als Lehrer, ab 1964 als Konrektor, an der Schule tätig war.

Die Förderstufe in den Schuljahrgängen 5/6 wird eingeführt, anschließend die Hauptschule in den Schuljahrgängen 7 - 9.

1971 - Am 31.3.1971 erfolgt ein Brandanschlag in der Schule, der einen großen Schaden durch Rauchentwicklung verursacht und zu 2 Tagen Unterrichtsausfall führt.

Die Schulgebäude werden um 4 Pavillonklassen erweitert, trotzdem bleiben Raumnot und Wanderklassen.
Aus Lehrermangel und durch Erkrankung können in Hauswirtschaft, Kunst, Musik, Werken, Textilarbeit und Religion keine Zensuren erteilt werden. Der Turnunterricht fällt teilweise aus, da die Turnhalle renoviert und die Spielwiese angelegt wird.

Die in Mathematik neu eingeführte Mengenlehre bereitet nicht nur den Schülern Probleme, sondern auch Lehrern und Eltern, so dass Fortbildungskurse angeboten werden müssen. Nach dem Legasthenieerlass werden anerkannte Legastheniker durch Testverfahren ermittelt und von der Rechtschreibzensur befreit.

1974 - Für ausländische Schüler wird Unterricht in ihrer Muttersprache angeboten.

1976 - Es erfolgt die Einführung eines unterrichtsfreien Sonnabends im Monat.

1978 - Es ist ein Anstieg der Schülerzahlen seit 1973 bis auf 578 Schüler im Schuljahr 1977/78 (20 Klassen, 28 Lehrkräfte) zu verzeichnen. Der große Raummangel erfordert die Einrichtung von Wanderklassen. Die Zahl der ausländischen Schüler wächst auf 72, die der Fahrschüler auf 103.

Der neue Vorbereitungsdienst für Lehreranwärter mit Unterricht in eigener Verantwortung und Ausbildungsunterricht bereitet stundenplantechnisch große Schwierigkeiten.

1979 - Bei Einführung der Orientierungsstufe gehen die Schüler nach dem 4. Schuljahr in die Frensdorfer Schule und in die Orientierungsstufe Blanke über. Der Schulträger beschließt, die Hauptschule "auslaufen" zu lassen, so dass die E.M.A.-Schule reine Grundschule werden soll.

1983 - Der letzte 9. Schuljahrgang verlässt die Schule, so dass nur die Schuljahrgänge 1 - 4 verbleiben. Die Pavillonklassen werden von der Volkshochschule genutzt.

1988 - Herr Henrichs wird in den Ruhestand versetzt. Die kommissarische Leitung bis zur Wiederbesetzung der Hauptlehrerstelle wird der dienstältesten Lehrerin Hindrike Stegemann übertragen.

1989 - Ab 1.8.1989  wird Uta Hillner, die vorher Konrektorin der Elisabeth-Hauptschule war, zur Hauptlehrerin der E.M.A.-Schule ernannt.

1991 - Die Schule feiert im Februar 1991 ihr 50-jähriges Jubiläum. In Nordhorn werden neue Schulbezirke eingeführt.

1992 - Im Rahmen eines städtischen Modellprojektes wird an der Schule eine ökologische Schulhofgestaltung in die Wege geleitet (GN, 1.4.1992).

1994 - Nach Rückgang der Schülerzahlen in den vorhergehenden Schuljahren bis auf 160 in 6 Klassen besuchen im Schuljahr 1993/94 wieder 178 Schüler in 8 Klassen die Schule.

2001 - Mit einem Jubiläumsschulfest feiern Kinder, Eltern und Lehrer am 19.5.2001 das 60-jährige Bestehen ihrer Schule (GN, 19.5.2001).

2002 - Die Schule wird von 175 Schülern in 8 Klassen besucht. Auch in der weiteren Entwicklung ist die Zweizügigkeit der Schule gewährleistet. Die Schule wird als "Verlässliche Grundschule" geführt. Die 4 Pavillonklassen werden noch immer außerschulisch durch die Volkshochschule genutzt.

2005 - Mehr als 5000 €  haben die 101 Schüler sowie einige Lehrkräfte der Schule bei einem Sponsorenlauf gesammelt. Einen Teil des Geldes wollen die Jungen und Mädchen zum Kauf eines Tandems für einen blinden Mitschüler an der Schule verwenden. Der andere Teil ist für ein pädagogisches Zirkusprojekt gedacht (GN, 7.5.2005).

Was es im Alltag heißt, behindert zu sein, erfahren Viertklässler bei ihrem Selbstversuch, den größere Schüler des Gymnasiums begleiten. Sie erleben, wie es ist, blind oder behindert im Rollstuhl durch die Nordhorner Innenstadt zu kommen. Die Erfahrungen, die sie machen, sollen ihnen helfen, behinderte Menschen besser zu verstehen (GN, 18.10.2005)

2006 - Beim 16. Juniorenpressepreis 2005 in Niedersachsen und Bremen erzielt die Schülerzeitung der EMA-Schule den 1. Platz in der Kategorie Grundschule. Die Schule hat sich gleichzeitig für den bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb 2006 unter der Schirmherrschaft des Bundesratspräsidenten qualifiziert (GN, 8.3.2006)

Zum zweiten Mal seit 2002 veranstaltet die Schule ein Zirkusprojekt. Die Zirkusfamilie Sperlich übt mit den Schülern eine Woche lang Kunststücke, Tierdressuren und Clownsnummern ein. In einem 300 Zuschauer fassenden, beheizbaren Zirkuszelt finden vier Vorstellungen statt, die von den Kindern gestaltet werden und von Schulen und Kindergärten besucht werden. Das Projekt wird vom Förderverein der Schule nachhaltig unterstützt (GN, 20.4. und 2.5.2006).

2007 - Die Schüler eröffnen in der Euregio-Bücherei eine Ausstellung unter dem Titel "Gesichter einer Stadt" mit vielen bunten Bildern und Skulpturen. So haben die Kinder u.a. aus Pappmaché Bunte Bentheimer Landschweine gebastelt, - also etwas, das für unsere Region typisch ist (GN, 19.6.2007)

Mit einem überraschenden Erfolg für die EMA-Schule endet die 18. Auflage des Nordhorner Grundschul-Cups um den Johann-Nyhuis-Preis. Die Grundschulen Stadtflur und Waldschule hatten das Nachsehen. Höhepunkt der Veranstaltung war das Endspiel zwischen dem letztjährigen Finalisten Waldschule und der EMA-Schule (GW, 13.6. und 1.7.2007).

Die Schule will eine pädagogische Nachmittagsbetreuung anbieten und stellt an die Stadt einen Antrag. Es sind eine tägliche Hausaufgabenbetreuung sowie verschiedene Freizeitangebote bis um 16 Uhr vorgesehen. Beim Küchendienst erhält sie Unterstützung von mehreren Müttern. Das Betreuungsangebot wird von 25 Kindern wahrgenommen. Der Betreuungsschlüssel der Stadt beträgt 3000 € jährlich (GN, 13.9.2007). Die Schule veranstaltet einen Flohmarkt. Der Erlös wird zur Finanzierung des Mittagessens in der Schule verwandt. Die Schule stellt einen Antrag auf Genehmigung einer offenen Ganztagsschule ohne zusätzliche Lehrerstunden in der Hoffnung, irgendwann doch mehr Unterstützung vom Land zu erhalten (GN, 28.11.2007).

Der inzwischen pensionierte Werklehrer von der Ernst-Moritz-Arndt-Schule, Dieter Bauknecht, stellt seit 20 Jahren - auch jetzt nach seiner Pensionierung - im Werkraum der Schule mit Unterstützung von Kindern hübsche Holzfiguren her, die Eltern und Schüler der Schule auf dem Weihnachtsmarkt in der Nordhorner Hauptstraße verkaufen. Das Geld wird für wohltätige Zwecke verwendet, um die Not von Kindern in anderen Ländern zu lindern. Die Arbeit begann, als ein Kollege, der zu der Zeit in Chile lebte, von dem dortigen Waisenhaus berichtete, das jede Menge Unterstützung gebrauchen konnte. Jedes Jahr entstehen neue Weihnachtsfiguren, die immer sehr viel Anklang finden. Bisher sind so 77000 € für wohltätige Zwecke zusammengekommen (GN, 24.12.2007).

2008 - Die Schule führt eine einheitliche Schulkleidung in den Farben rot, hell- und dunkelblau ein. Auf der Vorderseite des Schulshirts prangt außerdem das neue Logo der EMA-Schule. Ziel ist es, dass möglichst alle Kinder die einheitliche Schulkleidung tragen (GN, 27.8.2008).

2009 - Seit zwei Jahren gibt es an der Ernst-Moritz-Arndt-Schule eines Schülerrat. Er trifft sich regelmäßig mit zwei Lehrern. Hier besprechen die Schüler ihre Probleme. Sie erreichten, dass ein Basketballkorb und ein neues Klettergerüst aufgebaut wurden. Ein Schülerdienst sorgt dafür, dass es bei den Toiletten sauber bleibt. Außerdem setzte sich der Schülerrat dafür ein, dass an der Schule eine einheitliche Schulkleidung eingeführt wurde. Er nimmt an allen Konferenzen der Schule teil (GN, Leserbrief vom 27.6.2009).

2010 - Verteidigung des Volken-Cup
Die EMA-Schule verteidigt den Volken-Cup: Wie im Vorjahr hat das Team diesmal mit einem 2:1 - Finalsieg über die Grundschule Stadtflur den Wanderpokal gewonnen (GN, 27.1.; SZ, 31.1.2010).

AG "Zukunftswerkstatt"
Die Schüler aus der AG "Zukunftswerkstatt" sind aufgefordert, Verbesserungsvorschläge für ihre Schule zu benennen. Unter anderem vermissen sie Spielgeräte auf dem Schulhof, einen Kiosk und einen Kuschelraum, in den sich Kinder nach der Schule zurückziehen können. Der soll nach dem Vorschlag der Kinder im Keller eingerichtet werden (GN, 23.2.2010).

Ablehnung der Umbenennung der Ernst-Moritz-Arndt-Schule
Die "Grüne Jugend" und die "Initiative GeRecht" fordern eine Debatte über die Umbenennung der Ernst-Moritz-Arndt-Schule. "Die Werke von Arendt sind durchzogen von Rassismus, völkischen Nationalismus, Antisemitismus und Frankophobie", kritisiert der Sprecher der "Grünen Jugend" Grafschaft Bentheim (GN, 12.3.2010).

Wiedersehensfeier nach 60 Jahren
60 Jahre
nach ihrer Schulentlassung aus der Ernst-Moritz-Arndt-Schule trafen sich 26 ehemalige Schüler des Entlassungsjahrgangs 1950 in Nordhorn wieder. Zehn weitere ehemalige Klassenkameraden waren verhindert, 13 sind inzwischen verstorben. Ein Teil der Teilnehmer war von weit angereist, sogar aus den USA. (GN, 13.4.2010)

Zirkus Gerd Sperlich in der Schule
In der Projektwoche gastierte zum dritten Mal der Zirkus Gerd Sperlich an der Schule. Als einziger bisher zertifizierter Zirkus in Deutschland hat sich die Familie Sperlich auf die Arbeit mit Kindergärten und Schulen spezialisiert. Bis zu den öffentlichen Auftritten mussten die Jungen und Mädchen in ihre Rollen als Akrobaten, Clowns, Fakire, Feuerspucker, Seiltänzerinnen und Dompteure hineingewachsen sein. Auch Tierdressuren mit Ponys, Ziegen und Tauben gehörten zum Programm. Insgesamt fanden vier Veranstaltungen statt. Während einer Veranstaltung überreichte der Rotary Club Bentheim dem Schüler Suleyman Hasan das 250 000. Exemplar des Kinderbuches "Spaß im Zirkus Tamtini", mit dem Rotary Clubs bundesweit die Leseförderung an Grundschulen unterstützen. (GW, 14.4.; GN, 13. und 17.4.; SZ, 25.4.2010)

Versetzung der Schulleiterin Uta Hillner in den Ruhestand
Die Schulleiterin der EMA, Uta Hillner, wird Ende September 2010  in den Ruhestand versetzt. Sie wird von der zuständigen Schulrätin, Frau Beate Pophanken, verabschiedet. Ihre pädagogische Laufbahn begann Uta Hillner nach dem Studium in Osnabrück 1973 als Referendarin an der Ev. Blankeschule. Nach dem 2. Staatsexamen war sie an der benachbarten Elisabethschule tätig, wo sie ab Oktober 1979 die kommissarische Vertretung der Schulleiterin übernahm und 1980 zur Konrektorin der Schule befördert wurde. Von dort aus wechselte sie am 1. August 1989 als Schulleiterin zur Ernst-Moritz-Arndt-Schule, zunächst als Hauptlehrerin, dann ab Oktober 1995 als Rektorin. "Sie haben unzähligen Kindern das Rüstzeug für die Bewältigung des Lebens gegeben", lobt Frau Pophanken die scheidende Schulleiterin. Uta Hillner habe als Teamspielerin, als "Lehrerin aus Leidenschaft" und als Ideengeberin überzeugt. Sie habe sich intensiv  um die Integration ausländischer und benachteiligter Kinder bemüht und besondere Projekte angestoßen. In ihrer Abschiedsrede äußert Frau Hillner deutliche Kritik an der Überlastung von Grundschulpädagogen durch zunehmende soziale Probleme und aufgebürdete Verwaltungsaufgaben. Die Politik müsse sich entscheiden, ob sie der voranschreitenden "sozialen Verwahrlosung" weiter zusehen oder endlich genügend Geld  für eine umfassende über die Schule hinausgehende Bildungspolitik bereitstellen wolle. (GN, 2.10.2010)

145 Briefe an Kultusminister Dr. Bernd Althusmann
Rund 150 Kinder und Eltern der EMA-Schule  und der Grundschule Blumensiedlung treffen sich beim Hauptpostamt, um gemeinsam ein Paket und insgesamt 145 Briefe an Kultusminister Dr. Bernd Althusmann aufzugeben. In den Briefen wird der Kultusminister noch einmal auf die angespannte Situation an den Schulen angesprochen. Die Schulleiterin der EMA-Schule ist kürzlich aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand getreten. Und die Grundschule Blumensiedlung wird voraussichtlich im nächsten Jahr ohne Schulleitung sein. Damit sind dann vier Grundschulen in Nordhorn ohne Schulleitung. Die Gründe dafür liegen, so die Eltern, in der stetig steigenden Verwaltungsarbeit, die von den Schulleitern geleistet werden muss. Die Schulen müssen Unterstützung bekommen, damit sich die Schulleiter wieder auf ihre pädagogischen Aufgaben konzentrieren können. Auch die Kinder haben ihren Beitrag geleistet. Viele haben Bilder gemalt oder gebastelt und ihre Werke in das Paket gepackt. (GN, 7.10.2010)

2011 Besuch des Verkehrssicherheitsberaters
Der Verkehrssicherheitsberater der Polizei Nordhorn, Edgar Eden, besuchte die Schule und unterrichtete die beiden ersten Klassen zum Thema Verkehrssicherheit.

Neue Rektorin
In einer Feierstunde wird Frau Brigitta Kaiser  offiziell in ihr Amt als Schulleiterin eingeführt, die seit Schuljahrsbeginn schon an der EMA-Schule tätig ist. Sie tritt damit die Nachfolge von Uta Hillner an, die 21 Jahre die Schule geleitet hatte. In der Vakanzzeit wurde die Schulen kommissarisch von Simone Schulz geleitet. Den beruflichen Werdegang der 49-jährigen Schulleiterin umriss Landesschuldirektorin Beate Pophanken. Die gebürtige Nordhornerin hat erst nach kaufmännischer Tätigkeit und Familienphase in Vechta ein Lehramtsstudium aufgenommen. 1994 legte sie die erste und 1996 die zweite Lehrerprüfung ab. Ihre erste feste Stelle hatte sie an der Grundschule Südblanke, seit Februar 2003 war sie Rektorin der katholischen Marienschule. (GN, 8.10.2011)

2012 - Gesundes Essen für wenig Geld
Mädchen und Jungen der Ernst-Moritz-Arndt- Schule kochen ein leckeres Mittagessen. Die Zubereitung ist sehr einfach und die Zutaten kosten nur wenig Geld. Regelmäßig wird freitagmittags unter der Anleitung von Mechthild Onnen in der Küche gekocht. Die Kinder setzen dort einfache und günstige Rezepte in schmackhafte Mahlzeiten um. Darum geht es in diesem Kurs, den der Kinderschutzbund unterstützt. Am Ende setzen sich die Teilnehmer natürlich auch an den Tisch und essen gemeinsam. (GN, 3.1.2012)

Ehrenamtliche Helfer gesucht
Für die Ganztagsschule werden ehrenamtliche Helfer für Unterstützung bei den Hausaufgaben, Montag bis Donnerstag 14 - 15 Uhr, und Hilfe in der Küche, Montag bis Donnerstag von 12 bis 14 Uhr, gesucht. (GN; 5.3.2012)

Quellen:

  • Wilhelm Buddenberg, Auszüge aus der Schulchronik der Ernst-Moritz-Arndt-Schule, 1962

  • Schulchronik der Ernst-Moritz-Arndt-Schule (Abschrift)

  • Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Ernst-Moritz-Arndt-Schule, Nordhorn 1991

  • Zeitungsartikel der örtlichen Presse, im Textteil angegeben