Grafschafter Schulgeschichte

Zurück zur Startseite   l   Zurück zur Übersicht "Schulwesen in Nordhorn"

Lebenshilfe Nordhorn

Zur Geschichte der Lebenshilfe

Im Jahre 1964 hat die Lebenshilfe Landkreis Grafschaft Bentheim mit Eröffnung der Tagesbildungsstätte ihre Arbeit aufgenommen. In den folgenden Jahren konnte der Verein die Hilfen für Menschen mit einer Behinderung in der Region Landkreis Grafschaft Bentheim in den geschaffenen Einrichtungen der Frühförderung und Entwicklungsberatung, der Kindertagesstätten, der Werkstatt, des Wohnbereiches und des Familienentlastenden Dienstes erheblich erweitern und intensivieren. Die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins Lebenshilfe hat dazu beigetragen, die Integration der Menschen mit einer Behinderung zu fördern. Die Arbeit der Lebenshilfe wird von einem großen Teil der Bevölkerung anerkannt. Ein Zeichen dafür ist nicht nur die ideelle, sondern auch die finanzielle Unterstützung.

Die Lebenshilfe hat die Arbeit in den verschiedenen Einrichtungen ständig weiterentwickeln können. Mittlerweile werden in den verschiedenen Einrichtungen der Lebenshilfe weit über 600 Menschen mit einer Behinderung gefördert, begleitet und betreut.

1963 - 7 Nordhorner Bürgerinnen/Bürger gründen den gemeinnützigen Verein “Lebenshilfe für geistig Behinderte e.V. Landkreis Grafschaft Bentheim”

1964 - Eröffnung der Tagesbildungsstätte in der Frensdorfer Waldschule

1965/66 - Bau und Inbetriebnahme der Tagesbildungsstätte

1973 /74 - Bau und Inbetriebnahme der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, Lindenallee

Bau und Inbetriebnahme des Wohnheimes für Menschen mit Behinderungen, Mückenweg

1980 - Einrichtung einer Frühförderung und Entwicklungsberatung

1981/82 - Bau und Inbetriebnahme des Heilpädagogischen Kindergartens

1989 - Aufgabe der Tagesbildungsstätte mit Inbetriebnahme der Sonderschule G / Vechtetal Schule in Trägerschaft des Landkreis Grafschaft Bentheim

1993 - Einrichtung des Familienentlastenden Dienstes

1995 - Inbetriebnahme der LOBENO für Menschen mit psychischen Behinderungen, Alfred-Mozer-Straße 10

1996 - Inbetriebnahme der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, Alfred-Mozer-Straße 52

1997 - Inbetriebnahme des Kinderhauses Kunterbunt mit integrativer Gruppe

1998/99 - Bau und Inbetriebnahme der Werkstatt für behinderte Menschen, Frieslandstraße

Bau und Inbetriebnahme des Wohnheimes für Menschen mit Behinderungen, Blumenstraße

2000 - Einrichtung eines Bildungs- und Freizeitwerkes

2002/03 - Bau und Inbetriebnahme der Werkstatt für Menschen mit hohem Betreuungsbedarf, Lindenallee 98

2003 - Erweiterung der Werkstatt für Menschen mit psychischen Behinderungen, Bernhard-Niehues-Straße

2004 - Erweiterung der Frühförderung und Entwicklungsberatung in Neuenhaus
Erweiterung des Wohnbereiches, Niedersachsenstraße

2005/06 - An- und Umbau des Heilpädagogischen Kindergartens „Regenbogen“, Mückenweg 100, Nordhorn

Schaffung einer Pflegewohneinrichtung, von-Behring-Str. 17, Nordhorn

Einrichtung eines Therapiezentrums, Mückenweg 98c, Nordhorn - Schaffung neuer Räumlichkeiten für den Familienentlastenden Dienst und dem Bildungs- und Freizeitwerk, Mückenweg 98c, Nordhorn

2007 - Neue Räumlichkeiten für die Garten- und Landschaftsgruppe, Hof Mühlenvenn, Alter Postweg 40, Nordhorn

Fertigstellung neuer Pausenräume in der Werkstatt 1, Lindenallee 98, Nordhorn

2008 - Zweiter Bauabschnitt und Inbetriebnahme der Werkstatt für Menschen mit einem hohen Betreuungsbedarf, Lindenallee 98, Nordhorn

Neue Räumlichkeiten für das Betreute Wohnen, Vennweg 50, Nordhorn

Erweiterung der Gruppenräume im Heilpädagogischen Kindergarten Regenbogen, Mückenweg 100, Nordhorn
Sanierung des Wohnheim Mückenweg 98 a / b, Nordhorn
Erweiterung der Werkstatt 5 durch neue Pausenräume, Büros und einem Maschinenraum, Alfred-Mozer-Str. 52, Nordhorn

2009 - Erweiterung der Werkstatt 3 (LoBeNo) durch zwei Gruppenräume

Beginn Neubau Frühförderung / Entwicklungsberatung am Mückenweg (siehe unten!)
Beginn Wohnheim Neubau in der van Behring Str.
Erweiterung der Parkfläche in der Werkstatt 2
Räumliche Erweiterung der Großküche Werkstatt 1, Lindenallee 98

Zum Beginn der Arbeit der Tagesbildungsstätte

Über die Anfänge der Lebenshilfe berichtete schon ausführlich die örtliche Presse: "Im Oktober 1963 fand sich ein Aktionskreis zusammen, um von dem Geschäftsführer der Bundesvereinigung "Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind", Tom Mutters, Marburg, über Ziele und Wege dieser Vereinigung unterrichtet zu werden. Der fundierte Vortrag war so überzeugend, dass sich noch im gleichen Monat ein vorläufiger Vorstand zusammenfand, um den Weg für eine Kreisvereinigung Grafschaft Bentheim zu bahnen. Sie kam zustande und wurde am 30. Dezember 1963 ins Vereinsregister eingetragen. Dass ein reges Interesse an dieser Vereinigung besteht, bewies die Eröffnungsfeier. Das Nebengebäude der Waldschule in der Schulstraße war nicht wiederzuerkennen, wenn es auch von außen noch etwas grämlich ausschaut. Aber innen erstrahlt es in hellen, lichten Farben. Frisch leuchten die vielen Spielsachen, einladend winkt im Turnraum eine Rutschbahn und Schwebebank neben anderen Übungsgeräten. Im Spielraum sorgen zwei Waschbecken und Handtuchhalter für die, gewiss zuweilen schwer zu erlernende Sauberkeit, im Nebenraum war ein Tisch mit lustigem Porzellan gedeckt, und mancherlei Bastelgeräte verheißen lustiges Lernen und Üben für die ungeschickten Finger.

Geistige Behinderung beruht auf keiner Schuld, sie ist tragisches Geschick, unter dem nicht nur die Kinder, sondern ebenso die Eltern leiden. Die müssen zunächst den Kummer über das kranke Kind überwinden, sie stehen ständig unter der enormen Belastung durch die Pflege und Fürsorge, sie tragen zeitlebens an der Sorge für das weitere Leben des Kindes. Ihnen zu begegnen in Verständnis, Duldsamkeit und Hilfsbereitschaft ist jedermanns Pflicht, und so soll das kleine Heim den Anfang machen für ständige Hilfe in gemeinsamer Verantwortung für die Leidgeprüften.

Die 22 Kinder werden zunächst in zwei Gruppen, die eine vormittags, die andere nachmittags, in der Tagesstätte durch eine junge Fachkraft, Fräulein Ilchmann, betreut. Eine Schwierigkeit entsteht noch durch den Transport. Die Kinder gelangen kaum ohne gewissenhafte Begleitung aus dem Landkreis nach Nordhorn.

Der 1. Vorsitzende, E. Mäulen, stattet während der Eröffnungsfeier seinen Dank an alle Helfer ab, besonders für die bisherige und in Aussicht gestellte Unterstützung und Hilfe: Behörden, Kirchen, Parteien, Schulen beweisen ihr Interesse und werden es weiter in die Tat umsetzen, damit die weltweiten christlich-humanitären Ideen sich verwirklichen (GN, 6.5. und GT, 7.5.1964).

Der Verein "Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind" ist dankbar für die Spenden, die die Grafschafter Bevölkerung für den Bau der Tagesheimstätte am Mückenweg in Nordhorn aufgebracht hat. Insgesamt wurden 60000 DM gesammelt. Er verbindet mit dem Dank die Bitte an alle Grafschafter, die "Lebenshilfe" auch weiterhin zu unterstützen: Zur Finanzierung des Neubaus fehlen noch 30000 DM (GN, 15.3. und GT, 16.3.1966).

Die Tagesheimstätte des Vereins "Lebenshilfe" wird eröffnet. Die Einweihung findet unter großer Beteiligung statt. Vierzehn Beauftragte überbringen Grußbotschaften und Glückwünsche. Nunmehr können alle Kinder untergebracht werden. Nach 32 Monaten wird ein bewundernswerter Aufbau dank der Initiative des Vorstandes, der unermüdlichen, erfolgreichen Tätigkeit der jungen Leiterin, Fräulein Ilchmann, und der großzügigen Hilfe von allen Seiten vollendet (GN, 2.7. und GT, 4.7.1966).

Aufgaben der Frühförderung
Die Frühförderung der Lebenshilfe ist eine Anlaufstelle für Familien mit Säuglingen und Kindern im Vorschulalter, die in ihrer körperlichen, geistigen, emotionalen und sozialen Entwicklung Unterstützung benötigen. Frühförderung zielt darauf ab, im partnerschaftlichen Zusammenwirken von Eltern und Fachleuten, die Entwicklung von Kindern mit Entwicklungsverzögerung, drohender Behinderung und/oder Behinderung sowie die Entfaltung ihrer Persönlichkeit anzuregen, zu unterstützen als auch ihre Erziehung und soziale Entwicklung zu fördern.
Frühförderung soll rechtzeitig einsetzen, damit einer Auffälligkeit oder Beeinträchtigung der kindlichen Entwicklung besser begegnet werden kann. Je früher eine Entwicklungsauffälligkeit oder Störung erkannt wird, desto eher kann geholfen werden. Ein möglichst früher Beginn der Hilfen kann den Eltern und der gesamten Familie Anstoß geben, vorhandene Besorgnisse abzubauen, aufkommende Ratlosigkeit zu vermeiden und die Fähigkeit zur Selbsthilfe zu stärken.

Die Förderung des Kindes setzt dort an, wo das Kind in seiner Entwicklung steht. Das erfordert eine interdisziplinäre, auf den Entwicklungsverlauf des Kindes abgestimmte Diagnostik. Das Anliegen der Frühförderstelle ist es, von der Persönlichkeit des Kindes ausgehende Ansätze zu finden, die die kindlichen Eigenkräfte ansprechen und unterstützen. Dabei werden Einzelaspekte wie Wahrnehmung, Sprache, Motorik und Intelligenz berücksichtigt und in ein umfassendes Förderkonzept eingebunden, das die kindliche Persönlichkeit als Gesamtheit mit seiner Lebenswirklichkeit umfasst. Gezielte Entwicklungsförderung wird soweit wie möglich im Alltag des Kindes verankert, also in den täglichen familiären Lebensabläufen und im kindlichen Spiel.

Die Förderung von Wahrnehmung, Bewegung, Interaktion und Kommunikation, sowie die Unterstützung der sozialen Entwicklung stehen stets im Vordergrund der pädagogischen Angebote:
• Basale Stimulation
• Snoezelen
• Psychomotorische Angebote
• Förderung der „Sensorischen Integration“
• Sprachanbahnung
• Sprachförderung
• Heilpädagogische Entwicklungsförderung

Wann Eltern Hilfen in Anspruch nehmen wollen und welche es dann gegebenfalls sein sollen, richtet sich nach ihren individuellen Bedürfnissen. Oft werden ermutigende, stärkende und anregende Beratung sowie umfassende Informationen gewünscht.
Es werden angeboten:
• Entwicklungsberatung
• Elterngesprächskreise
• Kontakte zu anderen betroffenen Familien
• Rechtsinformationen
• Informationen über soziale Leistungen
• Themenabende
• Vermittlung weiterer Hilfen

Die Frühförderung erfolgt in Abstimmung mit der Familie und den beteiligten Einrichtungen der jeweiligen Situation entsprechend als:
• Hausfrühförderung
• Einzel- und Gruppenförderung in der Frühförderstelle
• Stützpädagogik in Kindergärten und Spielkreisen
• Fachberatung bei Integrationsmaßnahmen
Quelle: Homepage der Lebenshilfe

Weitere Entwicklung der Frühförderung

2009 - Für 530 000 Euro baut die Lebenshilfe an ihrem Standort Mückenweg neue Räume für ihre Frühförderung und Entwicklungsberatung. Knapp 100 Kleinstkinder werden vom Frühförderungsteam betreut. Die angemieteten Räume an der Jahnstraße in Nordhorn waren einfach zu eng geworden.
Der Leiterin der Frühförderung, Jutta Lux, dem Vorsitzenden der Lebenshilfe, Professor Dr. Joachim Pfefferkorn, sowie den beiden Geschäftsführern, Gerd Treiber und Thomas Kolde, stand die Freude ins Gesicht geschrieben, als sie in der vergangenen Woche am Mückenweg den traditionellen Ersten Spatenstich vornehmen durften. Zur Finanzierung der neuen Räume für die Frühförderung und Entwicklungsberatung bringt die Lebenshilfe selbst 318 000 Euro auf. Der Neubau ist dringend erforderlich, wie Gerd Treiber in einer kurzen Ansprache deutlich machte. In ihrem derzeitigen Domizil gebe es keine behindertengerechten Räume und auch die Funktions- und Verwaltungsräume seien zu knapp bemessen. Die Frühförderung betreut 90 bis 100 Kleinstkinder mit Behinderungen und Kinder, bei denen eine Behinderung vermutet wird. Durch eine möglichst frühe Förderung sollen die Kleinen möglichst optimale Entwicklungschancen bekommen.

Im Neubau entstehen vier Multifunktionsräume, ein Elternwartezimmer, vier Büros für zehn Mitarbeiterinnen, ein Besprechungs- und Sozialraum, sowie ein Beratungszimmer, Teeküche, Lagerräume und sanitäre Einrichtungen. Die Nähe zum Therapiezentrum der Lebenshilfe und zum Heilpädagogischen Kindergarten „Regenbogen“ bietet große Vorteile in der Zusammenarbeit (GN, 28.10.2009).

Ende Januar 2010 wird dann Richtfest gefeiert (GN 23.1.; GW, 27.1.2010).
Die Inbetriebnahme der neuen Frühförderstelle wird am 8.8.2010 mit zahlreichen Gästen gefeiert (GN, 7.8. und 10.8.2010).

2011 - Kindertagesstätte "Dinkel-Chamäleon" in  Neuenhaus, ein integrativer Kindergarten
Mit der Kindertagsstätte "Dinkel-Chamäleon" in Neuenhaus hat die Lebenshilfe ihre erste Einrichtung außerhalb von Nordhorn in Betrieb genommen. Vorsitzender Professor Dr. Joachim Pfefferkorn sprach bei der Eröffnungsveranstaltung von einer "Wohlfühl-Oase für Kinder". Kultusminister Dr. Bernd Althusmann betonte, der Bau von Kindertagesstätten sei gut investiertes Geld. Dabei komme der gemeinsamen Betreuung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen eine hohe Bedeutung zu.

Auf einem 4700 qm großen Grundstück an der Berliner Straße ist ein Gebäudekomplex mit einer Nutzfläche von 1134 qm gebaut und eingerichtet worden. (GN, 9.9.2011)

Behinderte Menschen rücken ins Zentrum
Die Lebenshilfe will von der Investorengesellschaft "Ewar" ab Herbst 2012 einen großen Teil der ehemaligen Busmaate- Spinnerei anmieten und dort ihren gesamten Berufsbildungsbereich neu ausrichten. Die denkmalgeschützten, aber völlig verfallenen Spinnereigebäude müssen bis dahin grundlegend saniert werden.

Für die Lebenshilfe werden insgesamt rund 1500  qm Nutzfläche hergerichtet. Das gesamte Erdgeschoss des früheren Batteur (rechts vom Treppenhausturm der Busmaate) wird Werkstätten aufnehmen. Dabei sei es mit seinen hohen Decken und den weit auseinander stehenden Stützständern ideal geeignet. Das dahinter liegende frühere Turbinenhaus wird Heimat der Gartenbauer. Am Standort des 2003 abgerissenen ehemaligen Kantor-Anbaus wird ein neuer, glasbetonter Anbau Büros sowie die Bereiche Hauswirtschaft und Speisesaal aufnehmen. Für das Obergeschoss wird noch mit möglichen Nutzern verhandelt.  (GN, 16.9.2011)

Kinderhaus "Kunterbunt" erweitert
Seit 1996 betreibt die Lebenshilfe am Hohenkörbener Weg das Kinderhaus "Kunterbunt" mit integrativen Gruppen. Zur Zeit werden dort 113 Kinder mit und ohne Behinderung im Alter von 3 bis 6 Jahren betreut und gefördert. Aufgrund des hohen Bedarfs ist der Lebenshilfe von der Stadt Nordhorn die Trägerschaft einer Krippengruppe übertragen worden. Für die Aufnahme dieser Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren ist ein Anbau an das Kinderhaus vorgenommen worden, um altersgerechte Gruppen- und Sanitärräume vorzuhalten. 15 Plätze sind vorhanden. (GW, 28.9.2011)

Spielhaus für Kindergarten der Lebenshilfe
Die Bau-Innung der Grafschaft Bentheim hat dem Kindergarten „Regenbogen“ der Lebenshilfe am Mückenweg in Nordhorn ein Spielhaus spendiert. In Zusammenarbeit mit der Bauabteilung der GBS wurde ein massives Haus aus Holzfachwerk mit ausgemauerten Gefachen erstellt.

Bereits im vergangenen Jahr zu den Tagen der offenen Tür der GBS, HBS und KBS wurde ein von der Bau-Innung der Grafschaft Bentheim zur Verfügung gestelltes Haus aufgebaut. Um größere Transportprobleme zu vermeiden, wurde das Haus nach Abschluss der Tage der offenen Tür demontiert, um dann im Frühjahr im Kindergarten „Regenbogen“ wieder errichtet zu werden. (Mitteilung per E-Mail GBS 10.10.; GN, 15.10.2011)

Ausweitung der Angebote
Die Lebenshilfe sieht sich auf Expansionskurs. Die Einrichtung, die zur Zeit rund 1000 Menschen mit Behinderungen betreut, will daher ihre Angebote weiter ausbauen. Die Verlagerung des Berufsbildungsbereiches in die ehemaligen Rawe-Textilgebäude steht für das Ziel, die UN-Behindertenrechtskonvention an der Basis umzusetzen und behinderte  Menschen stärker ins Zentrum der Gesellschaft zu rücken. Die Lebenshilfe beschäftigt in ihren Einrichtungen aktuell etwa 375 Mitarbeiter. Dazu kommen 56 Freiwillige und 50 geringfügig Beschäftigte. (GN, 18.10.2011).

Mit der Unterzeichnung des Mietvertrags hat die Lebenshilfe offiziell den Umzug ihres Berufsbildungsbereichs auf das Rawe-Gelände besiegelt. Die zunächst auf 12 Jahre befristete Vereinbarung sieht vor, die noch vorhandene, denkmalgeschützte Bausubstanz zu Werkstatt- und Unterrichtsräumen für die Lebenshilfe umzubauen. Dieser erste Nutzungsvertrag markiert zugleich den lang erwarteten Beginn der Gebäudesanierung auf dem Rawe-Areal. (GN, 16.12.2011)

90 000 Euro Spenden für die Lebenshilfe
Das Spendenergebnis der Haussammlung in der Grafschaft ist für die Erweiterung  der "Stationären Betreuten Fachpflegeeinrichtung" (SBP) bestimmt. Mit der Erweiterung werden in dieser Einrichtung weitere zehn Menschen mit einem hohen Pflege- und Betreuungsbedarf in der von-Behring-Straße aufgenommen. In der Fachpflegeeinrichtung sind die Voraussetzungen geschaffen worden, um Menschen betreuen zu können, die aufgrund der Schwere ihrer geistigen und körperlichen Behinderung der Pflege in einem vollstationären Heim bedürfen. Mit der Erweiterung werden 30 Bewohner individuell fachlich gepflegt und mit dem Angebot von Tages strukturierenden Maßnahmen gefördert. (GN, 19.10.2011)

Zweite Krippe
Im heilpädagogischen Kindergarten "Regenbogen" wurden leer stehende Räume für eine Gruppe von 14 Kindern unter drei Jahren umgestaltet. (GN, 10.12.2011)

2012 - Veranstaltung der Lebenshilfe
In diesem Jahr veranstaltet die Lebenshilfe Nordhorn GmbH wieder einen "Tag der offenen Tür", um ihr vielfältiges und umfangreiches Angebot zu präsentieren. Fünf verschiedene Abteilungen stellen an zwei Standorten ihre Arbeitsweisen vor:
-Therapiezentrum,
- Frühförderung und Entwicklungsberatung,
- Familienentlastender Dienst & Bildungs- und Freizeitwerk,
- Heilpädagogische Kindertagesstätte "Regenbogen" (alle Standort Mückenweg 98 c,d und 100)
- Villa Kunterbunt (Standort Hohenhörbener Weg 101, Kindertagesstätte mit integrativer Gruppe). (GW, 31.5.2012)

Projekt auf dem Rawe-Areal
Die Lebenshilfe realisiert auf dem Rawe-Areal zusammen mit der Investorengemeinschaft EWAR ein weiteres Projekt: In einem der schönsten Gebäudeteile der historischen Spinnerei Busmaate, dem Turbinenhaus, entsteht eine Erlebnisgastronomie mit besonderem Konzept. Das "Cafe Samocca" tritt mit der Philosophie an, "das Besondere in hoher Qualität zu bieten". Die Besucher werden in einer echten Kaffeerösterei bewirtet. (GN, 29.6.2012)